Chicago – Die Chicago Bears haben D.J. Moore zu den Buffalo Bills getradet – und Bears-Quarterback Caleb Williams muss sich nun an die neue Situation gewöhnen. Moore war in den vergangenen drei Jahren der unangefochtene Top-Receiver der Bears und hatte in den ersten beiden Spielzeiten von Williams mehr Pässe gefangen als jeder andere Passempfänger des Teams.

Williams äußerte sich in einem Interview mit ESPN zu dem Abgang und zeigte sich verständnisvoll, auch wenn er persönlich betroffen ist.

"D.J. ist ein Profi, das war er von Anfang an. Auf dem Platz wirst du ihn vermissen, weil er immer wieder große Plays macht. Aber auf der anderen Seite versteht man, dass es auch eine geschäftliche Seite gibt. Man muss damit klarkommen. Ich habe keine Wahl – und von daher versteht man es. Persönlich werde ich den Typen vermissen."

Der Trade brachte den Bears einen Zweitrunden-Pick ein und sparte rund 16,5 Millionen Dollar an Gehaltskosten ein. Williams betonte, dass er die Entscheidung nachvollziehen kann, auch wenn der Verlust auf dem Platz spürbar sein wird.

Moore war in allen drei Saisons in Chicago der beste Receiver des Teams, doch seine Receiving-Yards gingen jedes Jahr zurück. Die Offense der Bears unter Head Coach Ben Johnson setzt auf eine breite Verteilung des Balls, sodass Moore auf dem Platz möglicherweise weniger vermisst wird – auch wenn Williams die persönliche Verbindung zu ihm schätzt.

Williams zeigte sich gleichzeitig erfreut für Moore, der nun in Buffalo die Chance hat, in einer Offense mit vielen Touchdown-Chancen zu glänzen.

"Man baut eine Beziehung auf, und es ist schade, dass er gehen muss. Aber ich freue mich für ihn und seine weitere Karriere – ich bin gespannt, was noch kommt."

Für Williams bleibt nun die Aufgabe, sich auf die kommende Saison vorzubereiten und die neuen Receiver in die Offense zu integrieren. Die Bears setzen weiterhin auf eine teamorientierte Spielweise, auch wenn der Abgang eines erfahrenen Spielers wie Moore eine Lücke hinterlässt.