Boston, Massachusetts – Die Boston Celtics erlebten am 2. Mai 2026 eine herbe Niederlage in ihrem entscheidenden Playoff-Spiel gegen die Philadelphia 76ers. Im siebten und letzten Spiel der ersten Runde der Eastern Conference Playoffs unterlagen die Celtics im TD Garden mit 3:4. Jaylen Brown, der in der zweiten Halbzeit noch Hoffnung machte, konnte die Niederlage nicht verhindern. (Foto: Maddie Meyer/Getty Images)
Es war das vierte Mal in fünf Jahren, dass ich eine rührselige Rückschau auf die Celtics-Playoffs schreiben musste. Mal mit übertriebenen Metaphern, mal mit tiefgründigen Lebensbetrachtungen – doch diesmal bleibt die Analyse nüchtern. Die Celtics hatten eine 3:1-Führung verspielt, verloren ein dramatisches Spiel 7 zu Hause und ich bin nicht glücklich darüber. Doch statt poetischer Betrachtungen über die Bedeutung dieser Mannschaft im Universum müssen wir uns jetzt den Fakten widmen.
Basketball ist ein gnadenloser Sport, denn am Ende zählt nur ein einziger Faktor: der letzte Korb. Nach 82 bis 100 Spielen, tausenden Minuten und monatelangem Kampf unter immensen Druck bleibt nur ein einziger Versuch, alles zu gewinnen. Die Celtics hatten in der vierten Viertel von Spiel 7 gleich drei klare Chancen, das Spiel zu drehen – und verfehlten alle drei Würfe.
Die Saison der Überraschungen – und warum sie scheiterte
Die Erwartungen an die Celtics waren vor der Saison vielfältig, doch ich persönlich glaubte nicht an sie. Meine Prognose: Jaylen Brown sollte möglicherweise gehandelt werden, bevor die Saison beginnt. Nichts an seiner bisherigen Leistung deutete darauf hin, dass er eine MVP-würdige Saison spielen würde. Auch Neemias Queta als legitimer NBA-Starter oder Payton Pritchard als mehr als nur ein Dreipunktespezialist? Ich hätte nicht darauf gewettet. Doch ich lag falsch – in jeder Hinsicht.
Dann kehrte Jayson Tatum von seiner Verletzung zurück, und alles schien perfekt. Plötzlich galten die Celtics als Favoriten im Osten, nachdem sie monatelang über sich hinausgewachsen waren und ihren Kapitän zurückbekamen. Doch dann verletzte sich Tatum erneut, verpasste Spiel 7 – und aus den Favoriten wurden die Verlierer, die eine 3:1-Führung verspielt hatten.
Was die Celtics jetzt tun müssen
Die Saison ist vorbei, doch die Arbeit für die Verantwortlichen beginnt jetzt. Die Celtics müssen sich fragen, warum eine Mannschaft, die so vielversprechend in die Playoffs ging, in der entscheidenden Phase versagte. War es der Druck? Die Verletzungen? Oder einfach Pech? Eines ist sicher: Die Enttäuschung wird sie antreiben – oder brechen. Die Frage ist, welche Version der Celtics wir in der nächsten Saison sehen werden.