Die Übernahme der Las Vegas Raiders durch Egon Durban nimmt konkrete Formen an. Eine von ihm geführte Investorengruppe wird weitere 25 Prozent der Anteile an dem NFL-Team erwerben. Damit hält die Gruppe künftig fast 40 Prozent der Raiders – ein deutlicher Schritt in Richtung Mehrheitseignerschaft.
Wie Bloomberg berichtet, hat die Finanzkommission der NFL dem Deal bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung soll auf der nächsten Quartalssitzung der NFL-Besitzer fallen, die in der kommenden Woche ansteht.
Bereits Anfang des Jahres hatte Durban eine Option auf den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung erworben. Damals betonte eine nicht namentlich genannte Quelle, dass Raiders-Besitzer Mark Davis „keine Verkaufsabsichten“ hege. Doch Davis’ jüngste Aussagen lassen Raum für Spekulationen. In einem Interview mit Raiders.com im April 2026 erklärte er:
„Ich habe derzeit weder Kinder noch eine Ehefrau. Daher war es sinnvoll, einen Nachfolgeplan zu erstellen, der sicherstellt, dass es keine Probleme gibt – falls mir etwas zustößt oder ich mich entscheide, die Verantwortung abzugeben.“
Sollte Davis tatsächlich verkaufen, würde Durban voraussichtlich die Kontrolle übernehmen. Einige Beobachter gehen zudem davon aus, dass Tom Brady, aktuell Minderheitseigner der Raiders, dadurch größeren Einfluss auf die sportliche Führung des Teams gewinnen könnte. Bisher hält sich Brady jedoch zurück, obwohl Davis möglicherweise mehr Engagement von ihm erwartet hatte. Langfristig könnte Brady seine geschäftlichen Aktivitäten reduzieren und sich stärker auf die sportliche Leitung der Raiders konzentrieren.