Die Konkurrenz zwischen Shedeur Sanders und Deshaun Watson um die Position des Starting-Quarterbacks bei den Cleveland Browns spitzt sich zu. Doch nicht nur die sportliche Auseinandersetzung, sondern auch die mediale Berichterstattung sorgt für Aufsehen – insbesondere durch eine kontroverse Reaktion von Shilo Sanders, dem Bruder von Shedeur Sanders.
Mary Kay Cabot, Reporterin der Cleveland Plain Dealer und Preisträgerin des Bill Nunn Jr. Award 2025 für ihre herausragende Arbeit im Football-Journalismus, hatte kürzlich in einem Tweet ihre Meinung zur Quarterback-Situation geäußert. Sie schlug vor, Watson als QB1 zu benennen, um die Offensive zu beschleunigen: „Ich denke, sie sollten Deshaun Watson so schnell wie möglich zum QB1 erklären und das erste Team endlich spielen lassen. Es gibt keine Zeit zu verlieren.“
Diese Aussage wurde auf Instagram aufgegriffen und löste eine scharfe Reaktion von Shilo Sanders aus. In einem Post forderte er Cabot auf: „Mach lieber ein Sandwich, Mary.“
Cabot verteidigt ihre Arbeit als Journalistin
Cabot nahm die Provokation in einem Interview mit 92.3 The Fan in Cleveland zum Anlass, um ihre Rolle als Pionierin im Football-Journalismus zu betonen. Sie verwies auf ihren Einfluss auf Frauen und Mädchen, die durch ihre Arbeit ermutigt wurden, in einer von Männern dominierten Branche Fuß zu fassen: „Ich bin stolz darauf, vielen Frauen und jungen Mädchen gezeigt zu haben, dass man in einer Männerwelt erfolgreich sein kann. Ich habe Türen geöffnet und werde das auch weiterhin tun.“
Cabot betonte, dass ihre Berichterstattung stets auf Fakten basiere und sie sich für die Entwicklung des Sports einsetze – etwa durch die wachsende Popularität von Flag Football unter Frauen.
Shilo Sanders bleibt bei seiner Kritik
Shilo Sanders entschuldigte sich nicht für seine Äußerungen, sondern vertiefte seine Vorwürfe in einem Live-Stream auf Twitch. Er warf Cabot vor, ihre Berichterstattung sei von Vorurteilen geprägt und diene nicht der objektiven Darstellung: „Wenn du schon Reporterin bist, dann berichte auch Fakten. Aber deine Meinung ist immer voller Hass auf Shedeur.“
Sanders kritisierte, dass Cabots Kommentare emotional und nicht sachlich seien. Er warf ihr vor, mit ihrer Berichterstattung Frauen im Journalismus generell in ein schlechtes Licht zu rücken: „Es gibt viele Frauen, die ihren Job ernst nehmen und sich mit Football auskennen. Aber du bringst sie in Verruf, weil du keine Fakten lieferst, sondern nur deine persönliche Agenda verfolgst.“
Besonders ärgerte ihn, dass Cabot trotz unvollständiger Mannschaftsaufstellungen (u. a. fehlende Receiver) Spekulationen über die Zukunft der Quarterbacks anstellte: „Wir brauchen keine Meinungen von Leuten, die nicht einmal alle Fakten haben. Lass Shedeur in Ruhe trainieren. Er muss nicht ständig lesen, wie du ihn schlecht darstellst.“
Die Debatte zeigt einmal mehr, wie emotional die Diskussion um die Quarterback-Position bei den Browns geführt wird – und wie schnell aus sportlichen Themen persönliche Konflikte entstehen können.