Einer der größten Überraschungen beim NFL-Draft 2026 war die Wahl der Los Angeles Rams: Mit dem 13. Pick wählten sie den Quarterback Ty Simpson. Doch die anschließende Pressekonferenz sorgte für noch mehr Gesprächsstoff. Coach Sean McVay wirkte dabei müde, desinteressiert und wenig engagiert – gemeinsam mit General Manager Les Snead stand er den Reportern Rede und Antwort.

Wie nahm Simpson die auffällige Körpersprache seines neuen Cheftrainers wahr? „Ich habe es nicht wirklich bemerkt“, erklärte Simpson am Samstag gegenüber der Los Angeles Times.

Doch der Quarterback relativierte seine Aussage sofort: „Ich weiß aber eines: Coach McVay war in Kontakt mit mir und ist total begeistert. Ich bin ebenfalls extrem motiviert.“ Simpson betonte, dass er sich keine bessere Situation hätte wünschen können – weder mit dem besten Spieler der Liga vor ihm noch mit dem besten Coach an seiner Seite.

McVay selbst räumte am nächsten Tag ein, dass er während der Pressekonferenz „grantig“ gewirkt habe. Der Analyst Chris Simms berichtete kürzlich in der Sendung PFT Live, McVay habe ihm bei einem Besuch eines Arsenal-Spiels in London erklärt, die Stimmung sei auf „eine volatile Situation kurz vor der Pressekonferenz“ zurückzuführen. „Es gab eine kleine Diskussion über etwas.“

Für Außenstehende wirkt es ungewöhnlich, dass Simpson die kontroverse Szene nicht wahrgenommen haben will – immerhin war sie einer der meistdiskutierten Momente des ersten Draft-Tags und betraf direkt ihn. Möglicherweise wählte er seine Worte bewusst vorsichtig. Oder er wurde angewiesen, nicht darüber zu sprechen. Immerhin trafen sich Simpson und McVay vor dem Draft zu einem geheimen Gespräch.