Die Trump-Administration hat die Entwicklung von Onshore-Windkraftprojekten in den USA praktisch zum Stillstand gebracht. Als Begründung werden nationale Sicherheitsbedenken angeführt – ein weiterer Schritt in Präsident Trumps Kampf gegen erneuerbare Energien.

Laut der American Clean Power Association (ACP) und Insidern blockiert das US-Verteidigungsministerium derzeit die Genehmigungen für etwa 165 Windparks auf privatem Grund. Betroffen sind Projekte, die bereits auf die finale Freigabe warteten, sich in laufenden Verhandlungen befanden oder normalerweise keine Überprüfung durch das Militär erfordern würden.

Windkraftanlagen benötigen routinemäßig eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums, um mögliche Störungen von Radarsystemen auszuschließen. Dabei wird das Risiko bewertet und der Entwickler zahlt eine Gebühr, damit das Militär sein Radarsystem anpassen kann. Einige Projekte gelten aufgrund ihrer Entfernung zu Militärstandorten oder Flugrouten als unbedenklich. Normalerweise dauern solche Prüfungen nur wenige Tage.

Die aktuellen Verzögerungen könnten jedoch weitreichende Folgen haben: Investoren zögern, Projekte zu starten, und die Energiewende in den USA droht ins Stocken zu geraten. Kritiker werfen der Regierung vor, erneuerbare Energien gezielt zu behindern, um fossile Brennstoffe zu fördern.

„Diese Blockaden sind ein klarer Angriff auf die Windenergiebranche und gefährden die Klimaziele der USA.“
– Sprecher der American Clean Power Association