Die Indianapolis Colts hatten während der gesamten Offseason versucht, den Quarterback Anthony Richardson – den Viertplatzierten im NFL-Draft 2023 – zu traden. Doch trotz intensiver Bemühungen kam kein Deal zustande. Nun hat Richardson selbst die Initiative ergriffen: Laut Stephen Holder von ESPN erschien er am Montag zum freiwilligen Offseason-Programm der Colts, nachdem er die letzten zwei Wochen ferngeblieben war.
Obwohl die Colts weiterhin kein konkretes Interesse an einem Trade zeigen, gibt es auch keine Anzeichen für eine mögliche Entlassung Richardsons. Damit bleibt er vorerst Teil des Teams. Die Colts hatten zudem die Fifth-Year-Option für Richardson bis zum Stichtag letzte Woche nicht aktiviert – eine Entscheidung, die viele erwartet hatten.
Richardsons Rückkehr bringt den Colts eine zusätzliche Option im Quarterback-Roster, während Daniel Jones nach seiner Achillessehnen-Verletzung noch immer auf dem Weg der Besserung ist. Auch die Nachwuchs-Quarterbacks Riley Leonard und Seth Henigan gehören zum Kader. Richardson selbst hatte in seinen ersten beiden NFL-Saisons 15 Spiele bestritten, verlor jedoch im vergangenen Jahr das interne Duell gegen Jones um die Position als Starting-Quarterback.
Als Jones sich kurz vor Saisonende verletzte, war Richardson nicht verfügbar: Ein ungewöhnlicher Vorfall vor einem Spiel hatte ihm einen gebrochenen Augenhöhlenknochen eingebracht. In seinen insgesamt 17 NFL-Einsätzen erreichte Richardson eine Passquote von 50,6 Prozent, warf für 2.400 Yards, 11 Touchdowns und 13 Interceptions. Zudem rannte er für 634 Yards und 10 Touchdowns.