Nintendo hat den beliebten Fan-Kanal PokeNational Geographic auf YouTube mit sofortiger Wirkung gesperrt. Der Kanal, der für seine liebevoll animierten Pokémon-Dokumentationen im Stil von National Geographic bekannt war, existiert nicht mehr – nach einer Flut von Urheberrechtsansprüchen von Nintendo of America.
Einzigartige Pokémon-Dokumentationen in 3D
PokeNational Geographic wurde von EliousEntertainmentYT ins Leben gerufen und produzierte kurze, 3D-animierte Dokumentationen über Pokémon in ihren natürlichen Lebensräumen. Die Videos erinnerten an die berühmten Naturdokumentationen von National Geographic und wurden mit Tools wie Blender erstellt. Ein Erzähler namens „Professor Ginkgo“ – inspiriert von David Attenborough – lieferte dabei spannende Fakten zu den gezeigten Pokémon.
Die Serie traf den Nerv der Fans: Sie zeigten, wie Pokémon in einer realistischen Welt leben könnten – eine Idee, die viele seit Jahren fasziniert. Elious gelang es, die einzigartigen Eigenschaften jeder Pokémon-Art perfekt einzufangen, sowohl in ihren Bewegungen als auch in ihren Interaktionen mit der Umwelt. Die humorvollen und charmant inszenierten Szenen machten die Serie zu einem Kultprojekt.
Nintendos harte Reaktion: Urheberrechtsklagen bis zur Sperre
Am 26. April 2026 veröffentlichte Elious ein Video auf einem anderen Kanal, in dem er erklärte, dass Nintendo of America seine neuesten Videos mit Urheberrechtsansprüchen überhäuft habe. YouTube erlaubt maximal drei solcher Ansprüche, bevor ein Kanal gesperrt wird. Laut Elious nutzte Nintendo diese Regel konsequent aus, um PokeNational Geographic zu löschen.
In dem Video wies Elious die Vorwürfe zurück, seine Inhalte seien aus Pokémon-Spielen „gestohlen“ worden. Er betonte, dass er alle Pokémon-Modelle selbst erstellt habe. Die einzigen Elemente, die er aus den Spielen übernommen habe, seien die kurzen, pixeligen Pokémon-Laute – die jedoch nie länger als drei Sekunden verwendet wurden. Seiner Meinung nach falle dies unter die „Fair-Use“-Regelung.
Das Ende einer Ära – und ein Neuanfang?
Elious zeigte sich tief enttäuscht von der Entscheidung.
„Ich kann nicht dagegen kämpfen. Ich weiß nicht, was ich tun soll, denn alles wird gelöscht. Fast 100.000 Abonnenten in drei Jahren – und in sieben Tagen ist alles weg.“
Obwohl er plant, weiterhin Videos auf einem neuen Kanal hochzuladen, wird er keine neuen Pokémon-Inhalte mehr produzieren. Die bestehenden Videos sichert er für den persönlichen Gebrauch, da sie ihm bereits geholfen haben, lukrative Animationsjobs und Praktika zu ergattern. Die Pokémon-Community verliert damit ein einzigartiges Projekt – doch die Hoffnung auf kreative Neuinterpretationen bleibt.