Der konservative TV-Moderator Bill O’Reilly hat in seiner Sendung „No Spin News“ eine klare Prognose abgegeben: Die Disney Corporation könnte durch den umstrittenen „Witwen“-Witz von Jimmy Kimmel am Ende bis zu einer Milliarde Dollar an Kosten tragen, um den Moderator zu verteidigen.

O’Reilly bezog sich dabei auf die jüngste Forderung der Federal Communications Commission (FCC), die acht lokale ABC-Sender von Disney zu einer vorzeitigen Lizenzverlängerung aufzufordern. Diese ungewöhnliche Maßnahme erhöht den Druck auf das Unternehmen und steht im Zusammenhang mit der öffentlichen Kritik an Kimmels Äußerungen.

Der Moderator äußerte sich skeptisch, dass die FCC oder andere Stellen Disney tatsächlich zu einer Kündigung Kimmels zwingen könnten. Stattdessen betonte er, dass die juristische Auseinandersetzung das Unternehmen finanziell stark belasten werde:

„Die Gerichte werden Disney schützen. Aber ich sage Ihnen: Es wird das Unternehmen eine Milliarde Dollar kosten, um sich zu verteidigen.“

O’Reilly ging noch einen Schritt weiter und behauptete, dass Hollywood-Agenturen Disney indirekt davor gewarnt hätten, Kimmel zu entlassen. Ein Boykott ihrer Talente stehe im Raum, falls der Moderator gefeuert werde.

„Das ist die Drohung. Das ist der Grund, warum Kimmel seinen Job behält.“

Der Streit eskalierte, nachdem Kimmel bei einem Auftritt die ehemalige First Lady Melania Trump als „erwartende Witwe“ bezeichnet hatte. Sowohl Melania Trump als auch ihr Ehemann, Ex-Präsident Donald Trump, forderten öffentlich Kimmels Entlassung. Die FCC reagierte mit der ungewöhnlichen Aufforderung zur vorzeitigen Lizenzprüfung – ein Schritt, der in der Branche als politisch motiviert kritisiert wird.

Disney wies die Vorwürfe zurück und betonte in einer Stellungnahme, dass die ABC-Sender stets die FCC-Vorschriften einhielten und zuverlässige lokale Nachrichten sowie Notfallinformationen bereitstellten.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Stationen alle rechtlichen Anforderungen erfüllen und weiterhin im Interesse der Gemeinschaft handeln. Wir werden dies in den entsprechenden rechtlichen Verfahren nachweisen.“

O’Reilly kommentierte zudem eine Erklärung der National Religious Broadcasters, die bei der FCC Beschwerde gegen Disney eingereicht hatten. Die Organisation argumentierte, dass die Verbreitung von Witzen über den Tod oder die Herabwürdigung politischer Gegner eine Kultur der Gewalt fördere.

„Einflussreiche Stimmen tragen Verantwortung. Genau deshalb ist diese Maßnahme gerechtfertigt.“

Während Disney die Vorwürfe als unbegründet zurückweist, bleibt die Frage, ob der Druck auf Kimmel weiter zunimmt – oder ob die juristischen und finanziellen Konsequenzen für das Unternehmen selbst am Ende höher ausfallen werden.

Quelle: The Wrap