Die Mission der Cassiopeia und das tödliche Wachstum
Die Cassiopeia, ein Raumschiff auf dem Weg zum 12 Lichtjahre entfernten Planeten Tau Ceti f, wird von einem unbekannten Meteor getroffen. Eine mysteriöse Lebensform, das „Growth“, gelangt an Bord und infiziert die Crew. Das Growth imitiert nicht nur das Aussehen, sondern auch die Stimmen und Erinnerungen der Besatzungsmitglieder. Die Situation eskaliert, als die Crew feststellt, dass ihre Kollegen plötzlich nicht mehr sie selbst sind.
Die ersten Anzeichen der Infektion
Die Techniker Carter und Simms entdecken das Growth in den Lüftungsschächten. Simms wird getötet, doch ihr Körper wird kopiert, um Carter zu täuschen. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeitpunkten innerhalb von 24 Stunden hin und her. Als die restliche Crew erwacht, fehlen die beiden Techniker – und bald taucht Simms wieder auf, als wäre nichts geschehen. Gleichzeitig wird Carters Leiche in einem frühen Verwesungsstadium gefunden.
Die Verwirrung wächst: Die Crew hört Stimmen, die wie Carter und Simms klingen, und sieht Simms umherlaufen. Williams, der Kapitän, verhält sich von Anfang an verdächtig. Er hat eine direkte Verbindung zur Erde – eine Verbindung, die den anderen verborgen bleibt. Die Crew findet Hinweise: Carters letzte Aufzeichnung warnt vor Simms, und Williams verbrennt sich selbst, um das Growth zu vernichten – doch es ist bereits zu spät.
Das Growth übernimmt die Kontrolle
Das Growth hat die Cassiopeia absichtlich zum Absturz gebracht, um auf Tau Ceti f weiterzuwachsen und die Crew zu assimilieren. Die Besatzung steht vor einer unmöglichen Frage: Wer ist noch echt? Die Spannung gipfelt in der Erkenntnis, dass selbst Williams möglicherweise nicht mehr der ist, der er vorgibt zu sein.
Directive 8020: Die Regeln gegen das Unbekannte
Als die Crew schließlich akzeptiert, dass eine tödliche außerirdische Lebensform an Bord ist, greifen sie auf Directive 8020 zurück – ein Protokoll, das klare Anweisungen für den Umgang mit unbekannten Lebensformen gibt. Doch die Umsetzung ist alles andere als einfach. Stafford muss entscheiden, ob ein Notruf oder eine Warnung an die Andromeda gesendet werden soll. Ein Rettungsteam wird losgeschickt, doch Anders geht verloren – und wird später vom Growth als Köder missbraucht.
Die Enthüllung: Die Cassiopeia war schon einmal hier
Durch alte, teilweise korrupte Aufzeichnungen entdeckt Young, dass dies nicht der erste Absturz der Cassiopeia auf Tau Ceti f ist. Auch die aktuelle Crew war bereits einmal hier – und das Growth hat sich seitdem weiterentwickelt. Diese Enthüllung wirft neue Fragen auf: Wie tief reicht die Kontrolle des Growth? Und warum hat Williams so lange gewartet, bevor er handelte?
Alle Enden von Directive 8020 erklärt
Die Handlung von Directive 8020 bietet mehrere mögliche Enden, die von den Entscheidungen der Crew abhängen. Hier sind die wichtigsten Varianten:
- Das Überlebensende: Ein Teil der Crew schafft es, das Growth zu besiegen und einen Notruf abzusetzen. Doch die Frage bleibt, ob die Rettung rechtzeitig kommt – oder ob das Growth bereits zu weit verbreitet ist.
- Das tragische Ende: Die Crew scheitert, und das Growth übernimmt vollständig die Kontrolle. Die Cassiopeia wird zu einem weiteren Nährboden für die außerirdische Lebensform.
- Das ambivalente Ende: Ein Kompromiss: Einige Crewmitglieder überleben, doch das Growth bleibt an Bord. Die Frage nach der langfristigen Bedrohung bleibt offen.
- Das mysteriöse Ende: Die Crew flieht mit der Andromeda, doch Williams verschwindet spurlos. War er von Anfang an ein Opfer des Growth – oder hat er es sogar unterstützt?
War „The Curator“ in Directive 8020?
Ein wiederkehrendes Motiv in der Handlung ist die Figur des The Curator, die in früheren Teilen der Dark Pictures Anthology auftaucht. In Directive 8020 gibt es subtile Hinweise, die auf eine Verbindung hindeuten könnten. Doch ob es sich um eine direkte Referenz oder eine zufällige Ähnlichkeit handelt, bleibt Interpretationssache.
Obol-Münze, „O Death“ und der Teaser-Trailer
Der Teaser-Trailer zu Directive 8020 wirft weitere Fragen auf. Die Obol-Münze und der Song „O Death“ spielen auf alte Mythen und Rituale an, die mit dem Growth in Verbindung stehen könnten. Handelt es sich um eine Metapher für den unausweichlichen Tod – oder um einen Hinweis auf eine tiefere Bedeutung der Handlung?
Fazit: Eine packende Horrorgeschichte im Weltraum
Directive 8020 ist ein fesselndes interaktives Drama, das die Zuschauer in eine Welt aus Paranoia und existenzieller Bedrohung zieht. Die Handlung lebt von unerwarteten Wendungen, moralischen Dilemmata und der Frage, was Realität ist – und was nicht. Wer die Dark Pictures Anthology liebt, wird hier eine der intensivsten Geschichten erleben.
„Directive 8020 zwingt den Spieler, sich zu fragen: Wer kann ich noch trauen? – und das macht sie zu einem unvergesslichen Erlebnis.“