Der Wide Receiver George Pickens der Dallas Cowboys hat seinen Franchise-Tag unterzeichnet, doch ein langfristiger Vertrag mit dem Team steht weiterhin aus. Diese Unsicherheit wirft die Frage auf, ob Pickens möglicherweise freiwillige Trainingsphasen in dieser Offseason auslässt. Das einzige verpflichtende Event vor dem Trainingslager ist das Minicamp im Juni – und damit die letzte Gelegenheit, eine mehrjährige Einigung zu erzielen.

Sollte Pickens das Minicamp boykottieren, drohen ihm finanzielle Strafen. Stephen Jones, Executive Vice President der Cowboys, äußerte sich am Dienstag in einem Interview mit Adam Schein von Mad Dog Sports Radio und betonte, dass das Team mit der Teilnahme des Spielers rechnet. Dabei verwies er auf die vergleichbare Situation von Quarterback Dak Prescott, der 2020 ebenfalls mit einem Franchise-Tag versehen war und sich an die Teamvorgaben hielt.

"Wir wurden nicht darüber informiert, dass er fehlen wird. Natürlich erwarten wir, dass er da ist. Wenn ein Spieler einen Vertrag unterzeichnet, gelten für ihn dieselben Erwartungen wie für alle anderen: Er muss das tun, was auch seine Teamkollegen tun. Wie bei Dak – ich weiß, dass er mit ihm zusammenarbeitet und solche Dinge. Am Ende wird sich zeigen, wie sich die Situation entwickelt."

Bisher gibt es keine Anzeichen für Fortschritte in den Vertragsverhandlungen. Jones betonte zudem, dass die Cowboys kein Interesse an einem Trade von Pickens haben. Damit bleibt die Vertragsfrage vorerst offen – und die Gespräche zwischen Team und Spieler werden sich voraussichtlich bis 2027 hinziehen.