CHICAGO — Der NBA Draft Combine 2026 kann die Draft-Reihenfolge maßgeblich beeinflussen. Während die Top-4-Picks mit Cameron Boozer, A.J. Dybantsa, Darryn Peterson und Caleb Wilson bereits als gesetzt gelten, könnten überraschende Leistungen bei Tests oder Messungen die weitere Auswahl verändern. Die Washington Wizards halten den ersten Pick und könnten zwischen Dybantsa und Boozer wählen oder sogar traden. Die Chicago Bulls sicherten sich durch einen Trade aus dem Jahr 2021 den vierten Pick sowie die Rechte am 15. Pick der Portland Trail Blazers.

Auch die Oklahoma City Thunder haben zwei Top-20-Picks und gelten als Favoriten für den NBA-Titel 2026. Eine aktuelle Mock-Draft mit Mini-Scouting-Reports zu allen ersten Runden ist bereits verfügbar.

Die größten Gewinner des Combines

Mehrz Johnson Jr. überzeugte als einer der klaren Profiteure des Combines. Nach seinem Wechsel von Illinois zu Michigan entwickelte er sich zu einem Schlüsselspieler im Frontcourt der Wolverines und führte das Team zur nationalen Meisterschaft. Obwohl seine Teamkollegen Yaxel Lendeborg und Aday Mara voraussichtlich früher gedraftet werden, könnte Johnson selbst als Lotterie-Pick ausgewählt werden.

Seine Vielseitigkeit, kombiniert mit seiner körperlichen Präsenz, macht ihn zu einem attraktiven Kandidaten für jeden NBA-Kader. Johnson maß 2,06 Meter bei einem Gewicht von 113,6 Kilogramm, verfügte über eine Flügelspannweite von 2,22 Metern und eine stehende Reichweite von 2,72 Metern. Laut Tawny Park Metrics erzielte er folgende Werte:

  • Combine-Score: 100
  • Körperlicher Score: 71,5
  • Agilitäts-Score: 91,5
  • Vertikal-Score: 96,4

Seine Dominanz im Post-Game war bereits während der College-Saison offensichtlich. Johnson zeigte sich als robuster Rebounder und effektiver Finisher in der Zone – Fähigkeiten, die ihn zu einem wertvollen Draft-Kandidaten machen.

Weitere Gewinner des Combines

  • Dillon Jones: Der Forward überzeugte mit seiner Athletik und Messwerten, die ihn in die erste Runde katapultieren könnten.
  • Kel’el Ware: Trotz eines schwächeren ersten Tages zeigte Ware mit seiner Größe und Beweglichkeit, dass er ein Top-Talent bleiben könnte.
  • Jaden Ivey: Der Guard verbesserte seine Draft-Position durch starke Testwerte und Scrimmages.
  • Trayce Jackson-Davis: Der Center überzeugte mit seiner körperlichen Präsenz und Effizienz im Paint.
  • Ausar Thompson: Der Forward zeigte vielversprechende athletische Fähigkeiten und eine solide Grundlagenarbeit.
  • Ron Holland II: Der Flügelspieler steigerte seinen Wert durch überzeugende Leistungen in den Scrimmages.

Die größten Verlierer des Combines

Nicht alle Spieler konnten mit ihren Leistungen überzeugen. Einige fielen durch enttäuschende Messwerte oder schwache Tests auf:

  • Cason Wallace: Der Guard zeigte in den athletischen Tests Schwächen und rutschte in den Prognosen ab.
  • Gradey Dick: Trotz seiner Schussqualitäten enttäuschte er mit langsameren Bewegungen und weniger Explosivität als erwartet.
  • Jalen Green: Der ehemalige Top-Pick der Rockets konnte mit seinen Leistungen nicht überzeugen und verlor an Draft-Position.
  • Keyonte George: Der Guard zeigte in den Tests und Scrimmages nicht die erhoffte Konstanz.

Fazit: Wer profitiert – und wer muss nachbessern?

Der NBA Draft Combine 2026 hat erste Weichen gestellt. Während einige Talente wie Mehrz Johnson Jr. ihre Draft-Position deutlich verbessern konnten, müssen andere wie Cason Wallace oder Gradey Dick nachjustieren, um nicht in der zweiten Runde zu landen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Leistungen auf die endgültige Draft-Reihenfolge auswirken.

Quelle: SB Nation