Die Nachfrage nach Grafikkarten mit mehr als 8 GB Videospeicher steigt – sei es für hochauflösende Spiele oder lokale KI-Anwendungen. Doch aufgrund anhaltender Speicherknappheit und hoher Preise zögern Hersteller, ihre GPUs mit mehr RAM auszustatten. Gerüchte über eine geplante "Super"-Auffrischung der RTX 50-Serie mit mehr Speicher wurden Anfang des Jahres verworfen, vermutlich wegen der hohen Kosten.

Nun gibt es jedoch eine Ausnahme: Nvidia hat im Rahmen einer Routine-Aktualisierung des Game Ready-Treibers eine überraschende Änderung bekannt gegeben. Die mobile Version des GeForce RTX 5070 erhält einen Speicherausbau von 8 GB auf 12 GB GDDR7 – eine Steigerung um 50 Prozent. Damit sollen Performance-Engpässe gemildert und die Zukunftsfähigkeit des Chips verbessert werden.

Technisch bleibt die mobile RTX 5070 jedoch weitgehend identisch zur 8-GB-Variante. Der Speicher wird weiterhin über eine 128-Bit-Schnittstelle angebunden, und die 4.608 CUDA-Kerne bleiben unverändert. Zudem nutzt der mobile Chip denselben GB206-Silizium-Die wie die Desktop-RTX 5060 – nicht den leistungsstärkeren GB205-Die der Desktop-RTX 5070. Dadurch bleibt die mobile Version trotz des zusätzlichen Speichers deutlich schwächer als ihr stationäres Pendant.

Was bedeutet das für Käufer?

Der Speicherausbau ist ein Schritt in die richtige Richtung, besonders für Gamer und KI-Enthusiasten, die auf mobilen Geräten arbeiten. Allerdings wird die Leistung weiterhin durch die begrenzte Bandbreite der 128-Bit-Schnittstelle und die schwächere Hardware im Vergleich zur Desktop-Variante eingeschränkt. Ob sich der höhere Preis für die 12-GB-Version lohnt, hängt daher stark vom Einsatzzweck ab.

Nvidia hat die Änderung in einem Blogbeitrag versteckt, der sich primär mit der Treiberaktualisierung befasste. Eine offizielle Pressemitteilung oder Marketingkampagne blieb bisher aus. Ob weitere Modelle der RTX 50-Serie von ähnlichen Aufwertungen profitieren, ist derzeit unklar.