Der finnische Gesundheits-Tracker-Hersteller Oura hat sein Portfolio um neue hormonbezogene Funktionen erweitert. Besitzer der Oura-Ringe der Serie 3 und 4 können nun detaillierte Einblicke in ihren Hormonhaushalt erhalten. Die Technologie analysiert dabei nicht nur den Menstruationszyklus, sondern hilft auch, mögliche Nebenwirkungen verschiedener Verhütungsmethoden zu identifizieren.

Die neue Funktion nutzt fortschrittliche Algorithmen, um Daten wie Körpertemperatur, Herzfrequenzvariabilität und Schlafmuster auszuwerten. Diese Parameter geben Aufschluss über hormonelle Schwankungen und deren Auswirkungen auf den Körper. Besonders für Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, Spirale oder Hormonpflaster verwenden, könnte die Technologie wertvolle Hinweise liefern.

Laut Oura können Nutzerinnen so besser verstehen, wie sich bestimmte Verhütungsmethoden auf ihren Schlaf, ihre Energielevel oder sogar ihre Stimmung auswirken. Die App zeigt dabei nicht nur mögliche Nebenwirkungen an, sondern gibt auch Empfehlungen, wie man den Hormonhaushalt natürlich unterstützen kann – etwa durch angepasste Ernährung oder Bewegung.

Die Aktualisierung ist Teil von Ouras Strategie, seine Wearables noch stärker auf die Bedürfnisse von Frauen auszurichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Funktionen zur Zyklusverfolgung eingeführt, die bei der Familienplanung oder beim Erkennen von Unregelmäßigkeiten helfen. Mit den neuen Hormonanalysen geht Oura nun einen Schritt weiter und bietet eine ganzheitlichere Gesundheitsüberwachung.

Die Funktion steht ab sofort für alle Besitzer eines Oura-Rings der Serie 3 oder 4 zur Verfügung. Eine zusätzliche Gebühr fällt nicht an. Nutzer müssen lediglich die neueste Version der Oura-App installieren, um von den neuen Features zu profitieren.

Quelle: Engadget