Die Entscheidung der Los Angeles Rams, Quarterback Ty Simpson an 13. Stelle im NFL-Draft 2024 zu verpflichten, überraschte nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch Simpson selbst. Weder Head Coach Sean McVay noch General Manager Les Snead hatten sich vor dem Draft bei ihm gemeldet. Der Quarterback äußerte sich überrascht über die plötzliche Entscheidung.
Simpson erklärte, dass er außer einem kurzen Treffen mit einigen Scouts der Rams während des Pro Days der University of Alabama kaum Kontakt zu dem Franchise hatte. „Es war wirklich sehr kurz“, sagte Simpson über die Gespräche. „Die Scouts waren bei Bama, und das war es auch schon. Sie haben mit meinem Agenten gesprochen, aber es war nicht viel.“
Der 22-Jährige hatte die Rams zuvor nicht besucht und war erst einmal in Los Angeles – beim Rose Bowl. Sein Vater ist Head Football Coach an der UT-Martin und stand in Kontakt mit Snead, doch Simpson selbst hatte weder McVay noch Snead persönlich getroffen. „Das war das erste Mal, dass ich mit Les gesprochen habe – heute Nacht“, sagte Simpson. „Das war mein erster Kontakt.“
McVays zurückhaltende Reaktion wirft Fragen auf
Bei der Pressekonferenz nach der Auswahl Simpsons wirkte McVay eher zurückhaltend. Dies nährte Spekulationen, dass der Coach eigentlich einen Spieler bevorzugt hätte, der Quarterback Matthew Stafford bei der Titelverteidigung unterstützen könnte – statt eines potenziellen Nachfolgers. McVay betonte lediglich, dass Simpson die Chance erhalten werde, sich mit Stetson Bennett um die Backup-Position zu messen.
Simpson freut sich auf Zusammenarbeit mit Stafford
Trotz der ungewöhnlichen Umstände zeigt sich Simpson begeistert von der neuen Perspektive. „Ich habe noch nicht mit Matthew gesprochen, aber ich bin super aufgeregt, in einem Raum mit ihm zu sein und von ihm zu lernen“, sagte er. „Er ist einer der Größten aller Zeiten. Als ich bei Alabama war, haben wir uns ständig seine Filme angeschaut – sowohl seine individuellen Leistungen als auch die Arbeit des Teams mit Coach McVay. Die Chance, all dieses Wissen aufzunehmen, ist einfach perfekt.“