Ein ungewöhnlicher Vorfall beim NFL-Draft 2026 sorgt für Diskussionen: Die Pittsburgh Steelers sollen den Receiver Makai Lemon vor ihrem eigenen Draft-Anruf kontaktiert haben. Noch bevor die Steelers an der Reihe waren, wählten die Philadelphia Eagles Lemon an Position 21 – einen Pick vor Pittsburgh.

Wie Mike Sando von The Athletic berichtet, könnte diese Taktik kein Einzelfall sein. Mehrere nicht namentlich genannte Quellen deuteten an, dass die Steelers bereits in der Vergangenheit ähnlich vorgegangen sein sollen. Ein ungenannter NFL-Manager erklärte das Vorgehen so:

„Sie versuchen, die Telefonleitungen zu blockieren, damit andere Teams denken, der Spieler sei bereits vergeben, weil sie ihn nicht erreichen können.“

Der Trick: Sobald ein Team einen Spieler anruft, informiert der Agent andere Teams indirekt, dass dieser bereits in Verhandlungen steht. „Alles, was es braucht, ist ein Anruf beim Spieler. Wenn ein anderes Team den Agenten kontaktiert und dieser sagt: ‚Er ist gerade am Telefon‘, wissen sie sofort, wer ihn draften will.“

Doch die Methode ist umstritten. Ein weiterer ungenannter Manager kommentierte:

„Man sollte erst anrufen, wenn man an der Reihe ist. Das ist verrückt.“

Der ehemalige Eagles-Manager Jake Rosenberg kritisierte das Vorgehen auf Twitter und bezeichnete es als Regelverstoß. Die NFL äußerte sich auf Anfrage zu diesem Vorfall und erklärte:

„Die Liga prüft alle Aspekte des Drafts in der Woche nach dessen Abschluss.“