Die Indianapolis Colts haben vor drei Jahren ein hohes Risiko eingegangen, als sie Anthony Richardson an vierter Stelle des NFL-Drafts verpflichteten. Doch statt des erhofften Durchbruchs folgte eine enttäuschende Entwicklung: Verletzungen, sportliche Rückschläge und ein ständiger Kampf um Spielzeit prägten seine ersten Jahre.
Doch jetzt könnte 2026 zum Wendepunkt werden. Richardson hat sich nach zwei verpassten Wochen des Offseason-Programms voll und ganz auf die Saison vorbereitet. Sein Ziel: sich als verlässlicher Backup etablieren und für eine Chance auf den Stammplatz bereit sein.
Die Colts haben kaum einen Grund, Richardson vorzeitig zu entlassen. Sein Vertrag für 2026 ist vollständig garantiert (5,69 Millionen Dollar), und ein Trade ist unwahrscheinlich. Sollte Richardson jedoch verletzt werden, könnte Indianapolis einen Deal anstreben, um zumindest einen Draft-Pick zu erhalten – statt den vollen Betrag zu zahlen.
Für Richardson selbst geht es nun darum, sich als bestmögliche Option zu präsentieren. Sollte Stamm-Quarterback Daniel Jones erneut verletzungsanfällig sein, könnte Richardson seine Chance nutzen. Mit der Free Agency im März 2026 vor Augen könnte diese Saison sein Sprungbrett für eine zweite Karrierephase sein.
Eines ist klar: Richardson ist nicht mehr der ungeduldige Rookie von einst. Statt auf einen sofortigen Wechsel zu hoffen, setzt er auf harte Arbeit und Entwicklung. Denn die nächste Gelegenheit könnte schneller kommen, als viele denken – und alles verändern.