Der Vorstand von eBay hat das Übernahmeangebot von GameStop in Höhe von 55,5 Milliarden US-Dollar einstimmig abgelehnt. In einem offiziellen Schreiben an GameStop-CEO Ryan Cohen bezeichnete der Vorsitzende des eBay-Aufsichtsrats, Paul Pressler, das Angebot als „weder glaubwürdig noch attraktiv“.

Gründe für die Ablehnung

Laut Pressler hat der Vorstand das unaufgeforderte Angebot von GameStop einer gründlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden mehrere zentrale Probleme identifiziert:

  • Finanzierungssicherheit: Die Finanzierungspläne von GameStop gelten als unklar und unsicher.
  • Langfristige Auswirkungen: Das Angebot gefährdet die Wachstums- und Profitabilitätsaussichten von eBay.
  • Risiken der Fusion: Hohe operative und finanzielle Risiken durch die geplante Übernahme, insbesondere in Bezug auf Verschuldung und Führungsstruktur.
  • Bewertungsfragen: Die Bewertung des kombinierten Unternehmens wirft Zweifel auf.
  • Governance-Probleme: Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung und der Anreizsysteme bei GameStop.

Stellungnahme von eBay

„Wir haben Ihre Vorschläge unter Berücksichtigung mehrerer Faktoren geprüft, darunter die eigenständigen Perspektiven von eBay, die Unsicherheit Ihrer Finanzierungspläne, die Auswirkungen auf unser langfristiges Wachstum und unsere Rentabilität sowie die Risiken einer kombinierten Struktur. Zudem haben wir die Bewertungsimplikationen und die Governance von GameStop analysiert.“

Paul Pressler, Vorsitzender des eBay-Aufsichtsrats

Reaktion von GameStop bleibt abzuwarten

GameStop hat bisher nicht öffentlich auf die Ablehnung reagiert. Es bleibt unklar, ob das Unternehmen alternative Strategien verfolgen oder das Angebot anpassen wird. Analysten gehen davon aus, dass weitere Schritte von GameStop abhängen werden, insbesondere in Bezug auf die Finanzierungssicherheit.