In einem kalifornischen Bundesgericht bestätigte Elon Musk am Donnerstag, dass sein KI-Unternehmen xAI die Modelle von OpenAI für die Entwicklung und Optimierung seines eigenen Sprachmodells Grok genutzt hat.
Die Methode, um die es geht, wird als Modell-Destillation bezeichnet. Dabei übernimmt ein größeres KI-Modell – der „Lehrer“ – die Rolle eines Wissensvermittlers und überträgt sein gelerntes Wissen an ein kleineres Modell, den „Schüler“. Diese Technik wird in der Branche häufig eingesetzt, etwa innerhalb eines Unternehmens, um ein eigenes Modell mit einem anderen zu trainieren. Allerdings nutzen auch kleinere KI-Labore diese Methode, um die Leistung ihrer Modelle an die von größeren Konkurrenten anzugleichen.
Musk wurde während seiner Aussage im Gericht gefragt, ob ihm die Methode der Modell-Destillation bekannt sei. Er bestätigte dies und erklärte, dass xAI diese Technik zur Verbesserung von Grok eingesetzt habe. Die genauen Details des Trainingsprozesses und die Art der verwendeten OpenAI-Modelle wurden jedoch nicht öffentlich preisgegeben.
Die Enthüllung wirft neue Fragen über die Transparenz und die ethischen Standards in der KI-Entwicklung auf. Kritiker weisen darauf hin, dass solche Praktiken die Marktmacht großer KI-Unternehmen weiter stärken könnten, während kleinere Akteure benachteiligt werden.