Ford ruft 140.201 Ranger wegen Brandgefahr zurück

Der US-Autobauer Ford ruft insgesamt 140.201 Ranger-Pickups der Modelljahre 2024 bis 2026 zurück. Grund ist ein potenziell gefährlicher Kabeldefekt im Bereich der A-Säule, der zu Kurzschlüssen und im schlimmsten Fall zu Bränden führen kann.

Defekte Kabel können Kurzschlüsse auslösen

Wie aus einer Meldung an die US-Verkehrsbehörde NHTSA hervorgeht, können beschädigte Kabel im Sonnenblenden- oder Dachhimmel-Kabelbaum einen Kurzschluss verursachen. „Ein beschädigter Draht, der einen Kurzschluss zur Masse erzeugt, kann Hitze oder Funken entwickeln. Dadurch besteht die Gefahr von Rauchentwicklung, Schmelzen oder sogar Brand im A-Säulen-Bereich“, heißt es in dem Bericht.

Besonders betroffen ist die Stromversorgung der Sonnenblenden-Assembly auf beiden Fahrzeugseiten. Fahrer oder Beifahrer könnten zunächst ein Flackern der Spiegelbeleuchtung bemerken, bevor es zu Rauchentwicklung oder Materialschmelzen kommt.

Keine Unfälle oder Verletzungen bekannt

Ford betont, dass bisher keine Unfälle, Verletzungen oder Todesfälle im Zusammenhang mit dem Defekt bekannt geworden sind. Die betroffenen Fahrzeughalter werden ab dem 27. April schriftlich informiert und können ihr Fahrzeug bei jedem Ford- oder Lincoln-Händler kostenlos reparieren lassen.

Dritter Rückruf in diesem Jahr

Laut NHTSA-Akten handelt es sich bereits um den dritten Rückruf der Ranger-Pickups im Jahr 2026. Insgesamt wurden seit 2024 bereits elf Rückrufe für dieses Modell verzeichnet.

Reparatur kostenlos und unverzüglich durchführen

Betroffene Besitzer sollten den Rückruf ernst nehmen und ihr Fahrzeug möglichst bald in einer Vertragswerkstatt überprüfen lassen. Ford garantiert, dass die Reparatur ohne Kosten für den Kunden durchgeführt wird.