Polizei beantragt Haftbefehl gegen HYBE-Chef

Die südkoreanische Polizei hat einen Haftbefehl gegen Bang Si-hyuk, den Vorsitzenden des Musik- und Entertainmentkonzerns HYBE, beantragt. Der Vorwurf: Illegale Insidergeschäfte im Zusammenhang mit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2020.

Vorwürfe der Kapitalmarktmanipulation

Laut der Seoul Metropolitan Police Agency soll Bang Si-hyuk frühere Investoren vor dem Börsengang getäuscht haben. Er soll sie dazu gedrängt haben, ihre Anteile an ein privates Equity-Fonds zu verkaufen, das mit seinen Geschäftspartnern verbunden sein soll.

Nach dem Börsengang von HYBE verkaufte der Fonds seine Anteile. Bang Si-hyuk erhielt daraufhin etwa 30 Prozent der Gewinne aus diesem Verkauf – laut einem Aktionärsvertrag. Die ergaunerten Erträge belaufen sich auf rund 190 Milliarden südkoreanische Won (ca. 129 Millionen US-Dollar).

Reaktionen und weitere Ermittlungen

Die Vorwürfe werfen ein Schatten auf HYBE, zu dessen bekanntesten Künstlern Gruppen wie BTS, SEVENTEEN und KATSEYE gehören. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere Personen in die mutmaßlichen Machenschaften verwickelt sind.

„Die Ermittlungen dauern an. Wir werden alle rechtlichen Schritte einleiten, um mögliche Verstöße gegen das Kapitalmarktrecht zu ahnden.“

Seoul Metropolitan Police Agency

Mögliche Folgen für HYBE

Sollte Bang Si-hyuk verhaftet werden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Führung und den Ruf des Unternehmens haben. HYBE steht bereits unter Beobachtung, nachdem in der Vergangenheit Vorwürfe gegen Führungskräfte laut wurden.

Hintergrund: HYBE und sein Einfluss

  • HYBE ist einer der größten Entertainmentkonzerne Südkoreas und Heimat global erfolgreicher K-Pop-Gruppen wie BTS.
  • Der Börsengang 2020 war einer der größten in der Geschichte des Landes.
  • Die Ermittlungen könnten weitere Enthüllungen über die Unternehmensführung zutage fördern.
Quelle: The Wrap