Intel beendet Ära der veralteten Raptor-Lake-Architektur

Intel hat seine Core Ultra-Prozessoren für Laptops seit der Abschaffung der klassischen i3/i5/i7/i9-Nomenklatur als Flaggschiffe positioniert. Die Core-Ultra-Serien 1, 2 und 3 verfügten stets über modernste CPU- und GPU-Designs sowie neueste Fertigungstechnologien.

Doch die nicht-Ultra Core-CPUs blieben lange Zeit ein Stiefkind: Sowohl die Serien 1 als auch 2 basierten auf der veralteten Raptor-Lake-Architektur. Diese war ursprünglich für die 13. Generation (2023) entwickelt worden, basierte aber technisch auf dem Silizium der 12. Generation (2022).

Mit den neuen Core-Serie-3-Prozessoren ändert Intel diese Strategie erstmals seit Jahren: Die Chips nutzen nun eigenes, neues Silizium – ein Schritt zurück zu den Zeiten, in denen auch Mittelklasse-Prozessoren viele der gleichen Fortschritte wie High-End-Modelle boten.

Was bedeutet das für Nutzer?

Die Umstellung auf neues Silizium bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Bessere Energieeffizienz: Modernere Fertigungstechnologien reduzieren den Stromverbrauch bei gleicher Leistung.
  • Höhere Performance: Die neuen Chips profitieren von optimierten CPU- und GPU-Architekturen.
  • Zukunftssicherheit: Aktualisierte Technologien wie PCIe 5.0 oder DDR5-Unterstützung sind integriert.

Reaktionen aus der Branche

„Intels Entscheidung, endlich neues Silizium für die Mittelklasse einzusetzen, war überfällig. Die Raptor-Lake-Architektur war ein Kompromiss, der die Leistung der High-End-Chips nicht voll ausschöpfte. Mit den neuen Core-Serie-3-Prozessoren holt Intel die Mittelklasse endlich auf das Niveau der Premium-Modelle.“

– Analyst für Halbleitertechnik, TechInsights

Ausblick: Wann kommen die neuen CPUs auf den Markt?

Laut aktuellen Informationen werden die ersten Geräte mit den neuen Core-Serie-3-Prozessoren voraussichtlich ab Herbst 2024 erhältlich sein. Ob Intel die Umstellung auf neues Silizium auch auf Desktop-CPUs ausweitet, ist noch unklar.

Fest steht: Die neuen Chips könnten die Lücke zwischen Einsteiger- und High-End-Prozessoren weiter schließen – ein Schritt, der besonders für Budget-Laptops und Office-PCs interessant sein dürfte.