Die Dallas Cowboys haben sich in der ersten Runde des NFL-Drafts 2026 mit den Philadelphia Eagles auf einen Trade geeinigt. Die Eagles stiegen damit von Platz 21 auf 20 auf und drafteten Wide Receiver Makai Lemon. Mit diesem Schritt ignorierte Cowboys-Besitzer und General Manager Jerry Jones eine zentrale Weisheit seines Mentors: Nicht mit Divisionsrivalen handeln.
Diese Regel hatte ihm einst Al Davis vermittelt, der legendäre Besitzer und GM der Oakland Raiders. Als Jones 1989 die Cowboys übernahm, galt Davis als einer seiner wichtigsten Ratgeber. Doch der Rat, niemals mit Teams aus der eigenen Division zu verhandeln, fand bei Jones keinen Anklang.
"Ich achte nicht darauf, mit wem ich spreche", erklärte Jones auf die Frage nach Geschäften innerhalb der NFC East. "Al Davis‘ erster Rat an mich war: 'Ignoriere Anrufe aus deiner Division. Jerry, das ist eine strategische Frage. Du spielst zweimal im Jahr gegen diese Teams – dieser Vorteil darf nicht verloren gehen.' Aber diesen Rat habe ich nicht übernommen."
Jones‘ Haltung zu Davis‘ Rat war jedoch nicht immer konsequent. So lehnte er 2025 ein Angebot der Eagles für Linebacker Micah Parsons strikt ab und tradete ihn stattdessen zu den Green Bay Packers – einem Team außerhalb der Division. Doch in anderen Fällen ging Jones durchaus Kompromisse mit den Eagles ein, etwa beim Draft-Trade 2021, bei dem die Eagles DeVonta Smith drafteten, während die Cowboys Parsons erhielten.
Ob Jones den Trade für Lemon bereuen könnte? Sollte Lemon in Zukunft regelmäßig gegen die Cowboys glänzen, könnte der Verzicht auf Davis‘ Rat als strategischer Fehler erscheinen. Denn die Eagles sind ein fester Bestandteil der NFC East – und damit ein wiederkehrender Gegner.