„Morning Joe“-Moderator Scarborough attackiert Trump und Vance

Joe Scarborough, Gastgeber der politischen Talkshow „Morning Joe“, hat am Mittwoch Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance und die gesamte Republikanische Partei als „realitätsfremd“ bezeichnet. In seiner Kritik verwies er auf zwei zentrale Themen: den Iran-Krieg und die geplante Finanzierung eines luxuriösen Ballraums im Weißen Haus auf Kosten der Steuerzahler.

Trumps gebrochene Versprechen zum Iran-Krieg

Scarborough betonte, dass Trump und Vance wiederholt versprochen hätten, Harris werde die USA in einen Krieg mit dem Iran führen – Trump jedoch nicht. „Doch er hat es getan, und die Kosten für arbeitende Amerikaner sind enorm“, so Scarborough in der Sendung MS NOW.

Er verwies darauf, dass Trump ursprünglich versprochen hatte, die Ostflügel des Weißen Hauses nicht für seinen Ballroom abzureißen – nun solle die Finanzierung jedoch über Steuergelder erfolgen. Senator Lindsey Graham aus South Carolina treibt seit Wochen ein Gesetz voran, das die öffentliche Finanzierung des Projekts sichern soll.

„Marie-Antoinette-Ballroom“ auf Steuerzahlerkosten

„Die Republikaner haben sich eingemischt, und jetzt sagt die gesamte Partei den Steuerzahlern: ‚Er hat es abgerissen. Jetzt müsst ihr zahlen‘“, erklärte Scarborough. „Es gibt Amerikaner, die sich keinen Arztbesuch leisten können, keinen vollen Tank Benzin oder eine Tüte Lebensmittel.“

Weiter führte er aus: „Lindsey Graham und die republikanischen Senatoren sagen: ‚Ja, wir wissen, dass ihr euch das nicht leisten könnt. Wir wissen, dass ihr euch den 250-Milliarden-Dollar-Krieg nicht leisten könnt. Aber ihr werdet eine Milliarde Steuerdollars für diesen ‚Marie-Antoinette-Ballroom‘ zahlen, den Donald Trump eines Tages einfach beschlossen hat.‘ Sie entfernen sich immer weiter von der Realität.“

JD Vance bezeichnet Iran-Krieg als „Blip“

In einem weiteren Segment der Sendung kritisierte Scarborough Vizepräsident JD Vance scharf. Dieser hatte den Iran-Krieg in einer Rede als „Blip“ bezeichnet. „JD Vance nennt den Tod von 150 Schulkindern am ersten Kriegstag einen ‚Blip‘. Bis zu 10.000 oder 15.000 Iraner, die getötet wurden, sind für ihn ein ‚Blip‘. Ganze Gemeinden im Libanon, die von der Erdoberfläche verschwinden, sind für ihn ein ‚Blip‘“, so Scarborough.

Er fügte hinzu: „Menschen auf der ganzen Welt zahlen Tag für Tag den Preis – mit einer sich verschlechternden Wirtschaft. Wenn das für JD Vance ein ‚Blip‘ ist, dann ist er weder ernsthaft noch mitfühlend. Die fehlende Menschlichkeit, etwas, das so viel Leid verursacht hat, als ‚Blip‘ zu bezeichnen, spricht Bände.“

Quelle: „Morning Joe“-Sendung auf MS NOW

Quelle: The Wrap