Eric Trump, Sohn von Ex-Präsident Donald Trump, hat angekündigt, den Nachrichtensender MSNOW und die Moderatorin Jen Psaki zu verklagen. Begründet wird dies mit einem Monolog von Psaki, in dem sie seine Teilnahme an einer China-Reise mit dem amtierenden Präsidenten mit geschäftlichen Interessen in Verbindung brachte.

Psaki hatte in ihrer Sendung am Mittwoch darauf hingewiesen, dass Trumps Reise nach China zeitlich mit den Aktivitäten von ALT5 Sigma zusammenfiel – einem Fintech-Unternehmen, bei dem er als Board Observer fungierte. Trump war über sein Krypto-Projekt World Liberty Financial mit dem Unternehmen verbunden. Allerdings berichtete Bloomberg kürzlich, dass sein Name und sein Bild aus den Unterlagen entfernt wurden.

Trump wies die Vorwürfe auf X (ehemals Twitter) zurück und betonte: „Ich war NIEMALS im Vorstand von ALT5 – weder jetzt noch jemals. Jeder mit Zugang zu Google und der Bereitschaft, den Jahresbericht oder die Proxy-Erklärungen eines Unternehmens zu lesen, würde das wissen.“ Zudem erklärte er, keinerlei geschäftliche Interessen in China zu haben.

In einem weiteren Beitrag auf X schrieb er: „Ich bin diese Reise einzig und allein angetreten, weil ich ein liebevoller Sohn bin, der seinen Vater unterstützt und diese historische Gelegenheit nicht verpassen wollte.“ Während des Besuchs in China besuchte er gemeinsam mit seiner Frau Lara die Große Mauer.

Psaki hatte zuvor auf X geteilt: „Wisst ihr, wo sich Eric Trumps erwachsener Sohn gerade aufhält? Er ist mit seinem Vater in China. Eric Trump hat jedoch keine offizielle Funktion in der US-Regierung. Eigentlich sollte er von allen Regierungsaktivitäten abgeschirmt sein, weil er…“

An der Reise nahmen neben Eric Trump auch weitere Wirtschaftsführer wie Elon Musk (Tesla, xAI), Tim Cook (Apple), Jensen Huang (Nvidia) und David Solomon (Goldman Sachs) teil. Zudem reiste der Regisseur Brett Ratner mit, um Drehorte für den Film „Rush Hour 4“ zu scouten.

Ein Sprecher der Trump Organization, in der Eric Trump als Executive Vice President tätig ist, reagierte nicht auf Anfragen zu den Klageplänen oder deren zeitlichem Rahmen. Auch MSNOW äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.

Eric Trump veröffentlichte zudem eine detaillierte Stellungnahme auf X, in der er die Vorwürfe als „offensichtliche Lügen“ bezeichnete und ankündigte, rechtliche Schritte einzuleiten. Die genauen Details und der Zeitpunkt der Klage blieben jedoch unklar.

Quelle: The Wrap