Ein 40-jähriger Mann in Südkorea steht vor Gericht und riskiert bis zu fünf Jahre Haft. Der Grund: Er nutzte künstliche Intelligenz, um ein gefälschtes Bild eines entlaufenen Wolfs zu erstellen. Die Behörden werfen ihm vor, damit eine dringende Rettungsaktion behindert zu haben.

Der Vorfall ereignete sich in Daejeon, wo der zweijährige Wolf Neukgu aus einem Zoo ausgebrochen war. Die Behörden starteten eine großangelegte Suchaktion, um das Tier sicher zurückzuführen. Neukgu ist ein Nachkomme der dritten Generation und spielt eine wichtige Rolle für ein langfristiges Artenschutzprojekt: Südkoreanische Wölfe waren in den 1960er-Jahren in freier Wildbahn ausgestorben, und die Rückkehr der Tiere gilt als entscheidend für die Wiederansiedlung.

Die öffentliche Besorgnis war groß. Tierschützer befürchteten, Neukgu könnte in der Wildnis verletzt oder sogar getötet werden. Südkoreas Präsident Lee Jae-myung versprach, dass Rettungsteams alles tun würden, um die Sicherheit des Wolfs zu gewährleisten.

Die Behörden gehen davon aus, dass das gefälschte Bild die Suchaktion verzögert und Ressourcen gebunden hat. Der Fall zeigt, wie moderne Technologien wie KI missbraucht werden können – mit schwerwiegenden Folgen für den Artenschutz.