Ein neuer Rechtsstreit bringt Meta erneut in die Kritik: Das Unternehmen soll Betrugsanzeigen auf Facebook und Instagram nicht ausreichend bekämpfen. Besonders Senioren und andere vulnerable Gruppen seien davon betroffen, wie die Kläger behaupten.

Die Klage, eingereicht von einem Anwaltsteam aus Kalifornien, wirft Meta vor, trotz wiederholter Warnungen keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen zu haben. Die Anzeigen locken mit falschen Versprechungen – etwa gefälschten Investmentchancen oder betrügerischen Gesundheitsprodukten – und zielen gezielt auf ältere Nutzer ab.

Laut den Klägern habe Meta die Verantwortung, solche Inhalte zu erkennen und zu entfernen. Stattdessen würden die Betrüger weiterhin ungehindert agieren, was zu finanziellen Verlusten und emotionalem Leid bei den Opfern führe.

Meta reagiert bisher nicht öffentlich auf die Vorwürfe.

Was die Klage fordert

  • Sofortige Entfernung betrügerischer Anzeigen
  • Verbesserte Schutzmechanismen für Senioren
  • Transparenz über getroffene Maßnahmen
  • Entschädigung für geschädigte Nutzer

Hintergrund: Wiederholte Kritik an Metas Werbepolitik

Dies ist nicht der erste Fall, in dem Meta wegen unzureichender Kontrolle von Werbeanzeigen in der Kritik steht. Bereits in der Vergangenheit gab es Klagen und Untersuchungen, etwa wegen politischer Desinformation oder irreführender Gesundheitswerbung. Kritiker werfen dem Konzern vor, Profitinteressen über den Schutz der Nutzer zu stellen.

Experten fordern seit Langem strengere Regulierungen für Online-Plattformen, um Betrug und Missbrauch einzudämmen. Ob die aktuelle Klage zu Veränderungen führt, bleibt abzuwarten.

Quelle: Engadget