Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat heute bekannt gegeben, dass X – die Plattform, die früher als Twitter bekannt war – zugesagt hat, gemeldete Hassinhalte im Vereinigten Königreich künftig schneller zu bearbeiten.

Laut Ofcom soll X die Überprüfung und Entfernung von gemeldeten Beiträgen, die gegen die Richtlinien der Plattform verstoßen, beschleunigen. Die Behörde begrüßte diese Zusage als wichtigen Schritt, um die Verbreitung von Hassrede einzudämmen. Besonders im Fokus stehen dabei rassistische, homophobe und andere diskriminierende Inhalte.

Die Entscheidung von X folgt auf wachsenden Druck von Politik und Öffentlichkeit. In den letzten Monaten hatte die Plattform wiederholt Kritik erfahren, weil Hasskommentare und Desinformation nur unzureichend moderiert wurden. Die britische Regierung hatte X zuvor öffentlich aufgefordert, härter gegen Hassrede vorzugehen.

Ofcom betonte, dass die beschleunigte Bearbeitung von Meldungen zwar ein Fortschritt sei, aber nicht ausreiche, um die Plattform vollständig in Einklang mit den britischen Gesetzen zu bringen. Die Behörde kündigte an, die Umsetzung der Zusagen genau zu überwachen und bei Nichteinhaltung Konsequenzen zu ziehen.

X selbst äußerte sich bisher nicht öffentlich zu der Vereinbarung. Die Plattform steht seit der Übernahme durch Elon Musk im Jahr 2022 unter verstärkter Beobachtung, insbesondere wegen der Lockerung von Moderationsregeln und der Wiedereinführung zuvor gesperrter Accounts.

Quelle: Engadget