Die Kaffeekette Starbucks hat bekannt gegeben, dass sie 300 weitere Stellen in den USA streichen wird. Damit setzt das Unternehmen seine dritte Runde an Entlassungen innerhalb von 15 Monaten fort. Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen von Kostensenkungs- und Effizienzprogrammen unter der Führung von CEO Brian Niccol, der das Unternehmen seit 2024 leitet.

Was über die aktuellen Starbucks-Entlassungen bekannt ist

Am Freitag bestätigte Starbucks die Streichung von 300 Stellen in den USA. Die Meldung wurde zunächst von CNBC verbreitet. Die betroffenen Mitarbeiter gehören nicht zum Großteil der Belegschaft, die aus Einzelhandelskräften in den weltweit über 38.000 Filialen besteht. Stattdessen sind vor allem die rund 19.000 US-amerikanischen Support-Mitarbeiter betroffen. Zusätzlich beschäftigt Starbucks weltweit etwa 5.000 weitere Nicht-Einzelhandelskräfte.

Ein Sprecher des Unternehmens teilte Fast Company mit, dass es sich um „300 US-Support-Rollen“ handele. Zudem werde die internationale Support-Organisation überprüft, und es seien „weitere Auswirkungen auf Stellen außerhalb der USA“ zu erwarten. Darüber hinaus plane Starbucks eine Konsolidierung seiner Büroflächen in den USA.

Hintergrund: Warum Starbucks Stellen streicht

Die aktuellen Entlassungen sind Teil der sogenannten „Back to Starbucks“-Strategie. Diese zielt darauf ab, Abläufe zu optimieren, das Kundenerlebnis zu verbessern und die Filialen zu gemütlicheren Orten zu gestalten. Die Stellenstreichungen sollen die Effizienzsteigerung im Rahmen dieser Initiative unterstützen.

„Wir setzen unsere Maßnahmen im Rahmen der ‚Back to Starbucks‘-Strategie fort, bauen auf unserer starken Geschäftsdynamik auf und arbeiten daran, das Unternehmen wieder auf einen nachhaltigen, profitablen Wachstumskurs zu bringen.“

– Starbucks-Sprecher in einer Stellungnahme

Dritte Runde an Entlassungen seit 2024

Dies ist nicht die erste Welle an Stellenstreichungen unter Niccols Führung. Im Februar 2025 kündigte Starbucks die Entlassung von 1.100 Mitarbeitern sowie die Streichung Hunderter unbesetzter Stellen an. Niccol begründete die Maßnahmen damals mit dem Ziel, „kleinere, agilere Teams“ zu schaffen.

„Wir glauben, dass diese Veränderungen notwendig sind, um Starbucks für den zukünftigen Erfolg aufzustellen“, schrieb Niccol in einer internen Mitteilung. „Unser Ziel ist es, effizienter zu arbeiten, die Verantwortung zu erhöhen, Komplexität zu reduzieren und die Integration zu verbessern.“

Bereits im September 2025 folgte die nächste Runde: 900 Nicht-Einzelhandelsstellen wurden gestrichen, und etwa 1 % der nordamerikanischen Filialen sollten geschlossen werden. In einem öffentlichen Brief betonte Niccol damals:

„Unser Ziel ist es, dass jede Filiale ein warmes, einladendes Ambiente mit einer tollen Atmosphäre und Sitzplätzen für jeden Anlass bietet. Wir haben Filialen identifiziert, in denen wir die von unseren Kunden und Partnern erwartete Umgebung nicht schaffen können.“

Die aktuellen Maßnahmen unterstreichen Starbucks‘ Fokus auf Profitabilität und Effizienz – trotz der Herausforderungen durch die Umstrukturierung.