Der US-amerikanische Einzelhandelsriese Walmart hat heute die Streichung von rund 1.000 Stellen in seiner Konzernzentrale bekannt gegeben. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter in technischen und digitalen Bereichen, während der Großteil der 1,6 Millionen US-Mitarbeiter im Einzelhandel nicht betroffen ist.
Die Entscheidung wurde am Dienstag von der Wall Street Journal berichtet und später von Walmart bestätigt. Laut einem internen Memo von Suresh Kumar, globaler CTO und Chief Development Officer, sowie Daniel Danker, Executive Vice President für KI-Beschleunigung, Produkt und Design, soll die Umstrukturierung die digitalen Abläufe des Unternehmens vereinfachen.
Warum werden die Stellen gestrichen?
Walmart führt die Maßnahmen auf eine Vereinfachung der Organisationsstruktur zurück. Dazu gehören die Zusammenlegung von Teams, die Anpassung von Rollen an aktuelle Aufgaben sowie die Bündelung von Tätigkeiten an zentralen Standorten. Einige Positionen wurden gestrichen, andere sollen durch Umsiedlungen erhalten bleiben.
Laut dem Memo sollen betroffene Mitarbeiter bei der Suche nach alternativen Stellen innerhalb des Unternehmens unterstützt werden. Die Wall Street Journal berichtet, dass Walmart etwa 1.000 Positionen streicht, jedoch nicht zwangsläufig 1.000 Mitarbeiter entlässt. Einige Angestellte könnten durch eine Umsiedlung in Büros in Bentonville (Arkansas) oder Nordkalifornien ihren Job behalten.
KI spielt keine Rolle bei den Entlassungen
Entgegen dem Trend vieler Tech-Unternehmen führt Walmart die Stellenstreichungen nicht auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zurück. Weder im Memo noch in offiziellen Stellungnahmen wurde AI als Grund genannt. Viele andere Unternehmen wie Cloudflare, Upwork und Coinbase hatten in den letzten Wochen Entlassungen mit KI-Fortschritten begründet.
Aktienkurs bleibt stabil
Anders als bei vielen anderen Unternehmen mit Stellenstreichungen reagierten die Investoren gelassen: Walmarts Aktie schloss am Vortag mit einem Plus von rund 2%, was im üblichen Tagesrahmen liegt. Auch im vorbörslichen Handel heute Morgen zeigt sich die Aktie (NYSE: WMT) stabil.