Berkeley County, South Carolina – Die Energiewelt blickt nach Berkeley County: Dort könnte ein seit 2023 bestehendes Moratorium für Solarkraftwerke bald fallen. Der Energiekonzern RWE beantragt die Aufhebung, um ein 198-Megawatt-Solarkraftwerk zu errichten – genug Strom für 37.000 Haushalte. Die lokale Landnutzungskommission stimmte bereits für eine Empfehlung zur Freigabe, obwohl der Energieversorger Santee Cooper vor steigenden Strompreisen warnt.

Stromkosten sind in Berkeley County in den letzten drei Jahren um rund 20 % gestiegen. Kreismitglied Amy Stern betonte bei einer Anhörung: „Die Energieversorger sagen klar: Bis 2029 fehlt uns der Strom. Diese Diskussion wird uns weiter begleiten.“ Die Aufhebung des Moratoriums ermögliche zunächst nur weitere Planungen.

Doch nicht alle unterstützen das Vorhaben: Einige Anwohner protestierten lautstark bei der Anhörung, sodass die Polizei einschreiten musste. Zwar zeigt eine Umfrage grundsätzliche Zustimmung für erneuerbare Energien, doch laut Heatmap Pro besteht ein hohes Oppositionsrisiko (62 Punkte). Kreisvorsitzender Johnny Cribb lehnt Groß-Solarparks ab: „Ich bin gegen solche Projekte in unserem County – wegen der Realität hier.“

Texas: Hill County stoppt Rechenzentren für ein Jahr

In Texas geht ein konservativer Landkreis gegen die Digitalwirtschaft vor: Hill County, ein republikanisch geprägter Vorort von Dallas, hat die Genehmigung neuer Rechenzentren für zwölf Monate ausgesetzt. Die Kommission will die Auswirkungen prüfen – ein ungewöhnlicher Schritt in einem Staat, der solche Beschränkungen bisher als illegal betrachtete.

Die Rechtsabteilung warnte vor Klagen, doch Hill County folgt einem Trend: Immer mehr texanische Counties erlassen Industrie-Restriktionen, um als Testfall für Gerichtsverfahren zu dienen (vgl. Van Zandt County und BESS-Projekte). Der Bezirk wird von Rep. Jake Ellzey, einem der konservativsten Kongressabgeordneten, vertreten und hat laut Heatmap Pro eines der höchsten Oppositionsrisiken für Rechenzentren in Texas.

New Jersey: Andover verbietet alle Datenzentren

Ein radikaler Kurswechsel in New Jersey: Die Kleinstadt Andover im ländlichen Jersey Highlands stoppt alle Pläne für Rechenzentren. Bürgermeister Thomas Walsh Jr. erklärte in einer Stellungnahme, er werde keine neuen Projekte mehr genehmigen – nach massivem Bürgerprotest, bei dem Anwohner bei einer Anhörung von der Polizei entfernt werden mussten. Zudem wird eine bestehende Bauvorschrift für Gewerbegebiete außer Kraft gesetzt.