Mit einem Einspielergebnis von 77 Millionen Dollar allein in den USA und insgesamt 233 Millionen Dollar weltweit hat „Der Teufel trägt Prada 2“ alle Erwartungen übertroffen. Doch wer hätte das ahnen können? Vor allem nicht die Millennial-Frauen, die den Originalfilm aus dem Jahr 2006 wie einen Kultfilm immer wieder schauen.
Disney setzte mit dem Sequel bewusst auf denselben Termin wie sonst Marvel-Blockbuster – ein Zeichen für das Vertrauen in die Marke. Doch der Erfolg war keine Überraschung: Der erste Teil ist für eine ganze Generation ein „Feel-Good“-Film, der seit Jahren immer wieder im Streaming läuft. Die Frage ist nicht, ob das Sequel ein Hit wird, sondern warum es so lange gedauert hat.
Hollywood setzt seit Jahren auf Fortsetzungen von männlich dominierten Franchises wie „Top Gun: Maverick“ oder „Jurassic World“. Doch der Erfolg von „Der Teufel trägt Prada 2“ zeigt: Es ist höchste Zeit, die Macht der Nostalgie und die Kaufkraft von Millennial-Frauen zu nutzen.
Besonders beeindruckend ist das Publikum des neuen Films: 76 Prozent der Kinobesucher waren Frauen, 58 Prozent älter als 35 Jahre. Dabei handelt es sich nicht um eine hochkonzipierte Teenager-Adaption wie „Die Tribute von Panem“ oder einen IP-Twist wie „Barbie“. Stattdessen setzt der Film auf eine klassische Komödie – genau die Art von Filmen, die Hollywood früher häufig produzierte.
Der Erfolg von „Der Teufel trägt Prada 2“ passt in eine Reihe mit anderen weiblich geprägten Kinoerfolgen der letzten Monate. So spielte „Die Haushälterin“ weltweit 402 Millionen Dollar ein, „Sturmhöhe“ 242 Millionen – beide Filme wurden vor allem von einem weiblichen Publikum getragen. Experten gehen davon aus, dass auch „Praktische Magie 2“ mit Warner Bros. diesen Herbst ein großer Erfolg werden könnte.
Starke Zahlen und internationale Erfolge
Der Sommer-Box-Office-Start war mit insgesamt 174 Millionen Dollar um 19 Prozent höher als im Vorjahr. „Der Teufel trägt Prada 2“ führte mit 77 Millionen Dollar in den USA und 233 Millionen Dollar weltweit die Charts an. Damit übertrifft der Film sogar den Start von „Thunderbolts*“ im Vorjahr, der 74,3 Millionen Dollar in den USA und 160 Millionen weltweit einspielte.
Um die inflationsbereinigten Einspielergebnisse des ersten Teils zu erreichen, muss der Film weltweit etwa 535 Millionen Dollar einspielen. Der erste Teil spielte 2006 vor Inflationsbereinigung 326,5 Millionen Dollar ein.
International war Italien mit 16,6 Millionen Dollar das stärkste Markt, gefolgt von Brasilien (12,6 Mio. $), dem Vereinigten Königreich (12 Mio. $) und Mexiko (11,7 Mio. $).
Kritiker und Publikum sind begeistert
Wie sein Vorgänger überzeugt „Der Teufel trägt Prada 2“ sowohl Kritiker als auch Zuschauer. Auf CinemaScore erhielt der Film ein A-, auf Rotten Tomatoes liegt die Kritikerbewertung bei 77 Prozent, die Publikumswertung bei 87 Prozent.
Die Zielgruppe des Films entspricht dem Original: 76 Prozent der Kinobesucher waren Frauen, 58 Prozent älter als 35 Jahre. Ein klarer Beweis dafür, dass Filme mit starken Frauenfiguren und Nostalgie-Elementen nach wie vor erfolgreich sind.