Eine sonst beschauliche Wohngegend in Atlanta erlebt seit Wochen ein ungewöhnliches Phänomen: Jeden Morgen sammeln sich dutzende leere Robotaxis des Unternehmens Waymo in den Anwohnerstraßen. Die Fahrzeuge, die eigentlich als fahrerlose Taxis eingesetzt werden, kreisen stundenlang ohne erkennbaren Grund durch die Viertel – und niemand weiß, warum.

Seit Monaten ein Rätsel: Warum sammeln sich die Waymos hier?

Die betroffene Nachbarschaft im Süden Atlantas ist normalerweise eine ruhige Wohngegend. Doch seit etwa zwei Monaten beobachten Anwohner ein zunehmendes Aufkommen leerer Waymo-Fahrzeuge. In den vergangenen Wochen hat sich die Situation verschärft: Bis zu 50 Fahrzeuge wurden allein zwischen 6 und 7 Uhr morgens gezählt, wie eine Anwohnerin dem Sender WSB-TV berichtete.

„Es betrifft fast jede Anwohnerstraße in unserer Gegend“, sagte die Frau. „Das ist ein echtes Problem.“ Die Fahrzeuge blockieren nicht nur die Straßen, sondern sorgen auch für Verunsicherung bei den Anwohnern. Besonders besorgniserregend: die mögliche Gefahr für Kinder und Haustiere auf dem Weg zur Schule oder beim Spielen.

Vergebliche Versuche, die Fahrzeuge zu stoppen

Die Anwohner haben bereits kreative – wenn auch erfolglose – Methoden ausprobiert, um die Waymos fernzuhalten. Eine Familie platzierte eine neonfarbene Puppe als Hindernis auf der Straße. Doch statt die Fahrzeuge aufzuhalten, führte dies zu einem massiven Stau aus Robotaxis, die nicht wussten, wie sie das Hindernis umfahren sollten. „Wir hatten zeitweise acht Waymos, die stecken blieben und versuchten, sich umzudrehen“, berichtete die Anwohnerin.

Waymo reagiert – aber die Ursache bleibt unklar

Auf Social Media sorgte das Phänomen für viel Spott und Spekulationen. Einige Nutzer scherzten über eine mögliche „Kultur“ der Fahrzeuge:

„Ist es etwa falsch, wenn Autos eine Religion erfinden?“
Andere vermuteten hinter dem Verhalten eine gezielte Überwachung:
„Die scannen einfach die Stadt. Da gibt’s keinen Zweifel.“

Waymo selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorfällen geäußert. Allerdings bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber Fast Company, dass das Unternehmen das „Routing-Verhalten bereits angepasst“ habe. In einer Stellungnahme hieß es: „Bei Waymo legen wir großen Wert darauf, gute Nachbarn zu sein. Feedback aus der Community nehmen wir ernst.“

Ob die Maßnahmen greifen, bleibt abzuwarten. Die Anwohner fordern jedoch klare Lösungen – und vor allem: dass die Fahrzeuge die Wohnstraßen meiden und auf Hauptverkehrsrouten bleiben.