NBCs Football Night in America – die beliebte Vorberichterstattung zu Sunday Night Football – steht vor einem Wandel. In den letzten Wochen gab es zahlreiche Gerüchte, Berichte und schließlich offizielle Ankündigungen. Die neuesten Änderungen wurden am vergangenen Sonntag bekannt gegeben: Mike Tomlin, ehemaliger Cheftrainer der Pittsburgh Steelers, wird dem Team beitreten. Zudem wird die Show künftig jeden Sonntag live vor Ort stattfinden.
Bereits im letzten Jahr setzte NBC verstärkt auf Standortwechsel: In Woche 1 ging es nach Philadelphia, in Woche 4 nach Dallas, in Woche 8 und 18 nach Pittsburgh sowie in Woche 11 erneut nach Philadelphia. Damit erreichte die Show die höchste Anzahl an Live-Auftritten in ihrer 20-jährigen Geschichte. In dieser Saison wird das Format auf 18 Spieltage ausgeweitet – inklusive des Mittwochsspiels in Seattle in Woche 1.
Für den Autor dieser Kolumne bedeutet das eine flexiblere Herangehensweise. Seit 2010 berichtete er aus den NBC-Studios in New York (bis 2013) und Connecticut (ab 2014). In den Pandemiejahren 2020 und 2021 sendete er sogar aus einem Studio über seiner Garage. Doch in dieser Saison wird er nicht mehr jeden Spieltag vor Ort sein – stattdessen entscheidet er situativ, je nach Reiseaufwand und Bedeutung des Spiels.
Reisen in weit entfernte Städte wie Kalifornien wären zwar möglich, aber angesichts der frühen Sendezeit um 7:00 Uhr ET (4:00 Uhr PT) wenig sinnvoll. Stattdessen konzentriert er sich auf Spiele in erreichbarer Nähe: Pittsburgh, Philadelphia, Baltimore, Washington D.C., Charlotte, Indianapolis, Cincinnati, Buffalo und Detroit. Diese Ziele lassen sich gut per Auto oder einem kurzen Direktflug von Pittsburgh aus erreichen – deutlich effizienter als die wöchentlichen Pendelflüge von Connecticut.
Der Vorteil dieser neuen Strategie: An Wochenenden, an denen er nicht reist, kann er mehr Inhalte produzieren. Geplant sind wöchentliche Samstagabend-Episoden von #PFTPM sowie Videos nach den Sonntagsspielen um 13:00 Uhr ET. Besonders an reisetagfreien Montagen wird er mehr Zeit haben, um Inhalte zu erstellen – ohne Stress durch Flughäfen, Verspätungen oder lange Rückflüge.
Die Frage bleibt: Würde er lieber jeden Spieltag mit dem Team unterwegs sein? Ja. Doch angesichts des enormen Aufwands – wöchentliche Reisen, Arbeit von Montag bis Freitag, Anreise am Samstag, Rückkehr am Montag – wäre das weder für seine Gesundheit noch für die Qualität der Berichterstattung sinnvoll. Weniger Reisen bedeuten mehr Zeit für Content, bessere Work-Life-Balance und letztendlich auch bessere Inhalte für die Zuschauer.