Die Wählerinnen und Wähler in den USA stehen kurz vor den Midterm-Wahlen im November – doch die Karten werden gerade neu gemischt. Ein jüngst gefälltes Urteil des Supreme Court hat eine zentrale Bestimmung des Voting Rights Act eingeschränkt, die es Bundesstaaten bisher erlaubte, bei der Neuziehung von Wahlkreisen rassische Faktoren zu berücksichtigen. Diese Entscheidung hat bei republikanischen Gesetzgebern einen Wettlauf ausgelöst, um die Wahlkreisgrenzen noch vor der Wahl zu ändern. Kritiker befürchten, dass dadurch vor allem schwarze Wähler:innen benachteiligt werden könnten.
Der nationale Korrespondent von Mother Jones, Tim Murphy, spricht von einer „historischen Umkehrung“ der Fortschritte, die der Voting Rights Act einst gebracht hatte. Das Ergebnis könnte „homogene weiße Delegationen aus den Südstaaten“ zur Folge haben. Bis vor Kurzem waren die Demokraten noch zuversichtlich, nicht nur das Repräsentantenhaus, sondern möglicherweise auch den Senat zurückzuerobern. Doch diese Hoffnung erhielt einen schweren Dämpfer, als ein Gericht in Virginia ihre eigenen Neuverteilungspläne kippte.
Ebenso hat der Supreme Court diese Woche den Weg für Alabama geebnet, das nun zu einem Wahlsystem mit nur noch einem mehrheitlich schwarzen Wahlkreis zurückkehren darf. Experten sehen darin einen weiteren Schritt zur Schwächung des politischen Einflusses von Minderheiten.
In der aktuellen Folge des Podcasts More To The Story analysiert Murphy gemeinsam mit Moderator Al Letson die ungewöhnliche Dynamik dieser Midterms. Sie diskutieren die Chancen der Demokraten, die Kontrolle über den Kongress zurückzugewinnen, und beleuchten, wie Donald Trumps anhaltende Angriffe auf das Wahlsystem die Wahlen im November prägen könnten.
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