Die NFL-Rookies erleben gerade ihren ersten Kontakt mit dem harten Profi-Fußball – doch viele von ihnen sind körperlich nicht in Topform. Dallas-Coach Brian Schottenheimer machte während des Rookie-Minicamps deutlich, dass die Neulinge mit erheblichen Defiziten kämpfen.

„Keiner dieser Jungs ist aktuell in guter Verfassung“, erklärte Schottenheimer gegenüber Reportern. „Man hat vielleicht gesehen, dass einige gestern krank wurden. Es gab sogar ein paar Fälle von Erbrechen.“

Kein Wunder: Nach Ende der letzten Saison konzentrierten sich die meisten Rookies nicht auf klassisches Football-Training, sondern auf die spezifischen Übungen für den Scouting Combine und den Pro Day. Viele verbrachten zudem die Wochen vor dem Draft damit, verschiedene NFL-Teams zu besuchen – Schottenheimer erwähnte etwa den Erstrunden-Pick Malachi Lawrence, der 16 oder 17 Teams besuchte.

Mit Beginn des Rookie-Minicamps werden die Neulinge nun schlagartig ins Training geworfen – selbst wenn es „nur“ ohne volle Ausrüstung stattfindet. Für viele ist es seit Monaten das erste Football-Training überhaupt. Gleichzeitig dient das Camp als Weckruf, bevor sie in die intensiven Offseason-Workouts mit den erfahrenen Spielern integriert werden.

Der Kulturschock kommt nicht erst im September, sondern bereits im Mai: Der erste Schritt auf dem Weg in den Profi-Fußball.