Die globale Knappheit an Arbeitsspeicher (RAM) wird voraussichtlich noch länger anhalten – und sich 2025 sogar verschärfen. Wie aus einem Quartalsbericht von Samsung hervorgeht, rechnet das Unternehmen mit einer anhaltenden Unterversorgung, die durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Rechenzentren noch verstärkt wird.
Während einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärte Kim Jaejune, Geschäftsführer im Bereich Speicherchips bei Samsung:
„Unser Angebot deckt die aktuelle Nachfrage bei Weitem nicht. Allein basierend auf den bereits eingegangenen Bestellungen für 2027 wird die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage noch größer ausfallen als in diesem Jahr.“
Samsungs Prognose bestätigt damit die Befürchtungen vieler Branchenexperten, die bereits seit Monaten vor einer anhaltenden Chipknappheit warnen. Besonders betroffen sind nicht nur Smartphone-Hersteller, sondern auch Hersteller von Gaming-Handhelds und anderen elektronischen Geräten, die auf RAM-Chips angewiesen sind.
Die Preise für Arbeitsspeicher sind in den letzten Monaten bereits deutlich gestiegen, und Analysten gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Samsung betont, dass die Situation durch die wachsende Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für KI-Anwendungen weiter verschärft wird.
Während einige Hersteller versuchen, ihre Produktion zu erhöhen, bleibt unklar, wann die Knappheit spürbar nachlassen wird. Experten rechnen frühestens mit einer Entspannung ab 2026 – vorausgesetzt, es gibt keine weiteren unvorhergesehenen Engpässe in der Lieferkette.