Die weltweite Knappheit an Arbeitsspeicher (RAM) verschärft sich weiter – und könnte durch anhaltende Arbeitsproteste bei Samsung in Südkorea noch kritischer werden. Bereits jetzt treibt die hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren die Preise für Smartphones, Spielekonsolen wie die PS5 und sogar Einplatinencomputer wie den Raspberry Pi in die Höhe.

Die Ursache liegt in den gestiegenen Anforderungen an Speicherchips für KI-Anwendungen, die die Produktion zusätzlich belasten. Doch nun droht eine weitere Verschärfung: Mitarbeiter von Samsung Electronics fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne, die mit denen des Konkurrenten SK Hynix mithalten können.

Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehören:

  • Die Abschaffung der Obergrenze für Bonuszahlungen
  • Eine Erhöhung der Bonusbudgets
  • Eine Anhebung der Grundgehälter

Sollte keine Einigung mit der Unternehmensführung erzielt werden, plant die Gewerkschaft einen 18-tägigen Streik, der am 21. Mai beginnen soll. Laut einem Bericht von Reuters führte ein ähnlicher Arbeitskampf bereits zu einem deutlichen Rückgang der Produktion: Die Auslieferung von Halbleiter-Chips sank um 58 Prozent, während die Fertigung von Speicherchips um 18 Prozent einbrach.

Experten warnen, dass ein Streik die ohnehin angespannte Lieferkette für RAM-Chips weiter destabilisieren könnte. Dies würde nicht nur die Preise für Endgeräte weiter in die Höhe treiben, sondern auch die Verfügbarkeit von Produkten wie Smartphones, Laptops und Servern beeinträchtigen.

Die Situation unterstreicht die Verwundbarkeit globaler Lieferketten, insbesondere in einem Marktsegment, das bereits durch geopolitische Spannungen und hohe Nachfrage belastet ist. Samsung, einer der weltweit größten Hersteller von Speicherchips, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Quelle: The Verge