Massiver Widerstand gegen Datenzentrums-Expansion in Pennsylvania
In Pennsylvania wächst der Protest gegen den schnellen Ausbau von Datenzentren. Bei einer öffentlichen Versammlung, die mit großer Beteiligung online stattfand, äußerten sich über 20 Bürger in einer zweistündigen Diskussion. Sie kritisierten vor allem die Folgen der Industrie: steigende Strompreise, hohen Wasserverbrauch, Lärmbelastung und die zunehmende Industrialisierung ländlicher Regionen.
Gouverneur Shapiro im Kreuzfeuer
Gouverneur Josh Shapiro steht seit Längerem in der Kritik, weil er zwar Datenzentren fördert, gleichzeitig aber erste Regulierungen vorschlägt. Viele Anwohner sehen darin einen Widerspruch und werfen ihm vor, Entscheidungen ohne ausreichende Transparenz zu treffen.
„Dies ist eine Frage des öffentlichen Vertrauens und der Transparenz“, sagte Jennifer Dusart, Kleinunternehmerin und Bewohnerin von Mechanicsburg nahe der Hauptstadt Harrisburg. „Viele Bürger erfahren erst nach getroffenen Entscheidungen von solchen Projekten. Wir werden übergangen, und wenn wir Bedenken äußern, werden wir oft als uninformiert, emotional oder fortschrittsfeindlich abgetan.“
Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung
Die Versammlung zeigte, dass die Bevölkerung mehr Mitsprache bei solchen Großprojekten verlangt. Besonders kritisch wird die fehlende frühzeitige Information über geplante Datenzentren gesehen. Viele Anwohner fühlten sich nicht ausreichend einbezogen und forderten strengere Auflagen für die Betreiber.
Die Diskussion spiegelt einen bundesweiten Trend wider: In mehreren US-Bundesstaaten formiert sich Widerstand gegen die rasante Expansion von Datenzentren, die durch den steigenden Bedarf an Cloud-Diensten und KI-Technologien vorangetrieben wird.