Schreiben mit Stift und Papier oder mit einem Stylus auf einem Tablet? Der Unterschied wird immer geringer. Der Remarkable Paper Pure setzt diesen Trend fort und bietet ein noch authentischeres Schreiberlebnis als seine Vorgänger. Doch was kann das neue Modell wirklich? Wir haben es getestet.
Ein Display, das sich wie Papier anfühlt
Wie seine Vorgänger verzichtet der Remarkable Paper Pure auf eine Hintergrundbeleuchtung und setzt stattdessen auf ein hochwertiges E-Ink-Display mit matter, papierähnlicher Oberfläche. Diese Textur sorgt dafür, dass sich das Schreiben mit dem mitgelieferten Marker oder dem optionalen Marker Plus (inkl. Löschtaste) fast wie auf echtem Papier anfühlt. Jeder Strich wirkt direkt mit der Stiftspitze verbunden – ein entscheidender Vorteil gegenüber glatten Tablet-Displays.
Allerdings bedeutet der Verzicht auf Beleuchtung auch, dass der Paper Pure nicht überall einsetzbar ist. Dafür bietet er ein Schreiberlebnis, das bisher unübertroffen bleibt. Der optionale Marker Plus ist im Bundle mit einer Schutzhülle für 449 US-Dollar erhältlich, während das Basismodell allein für 399 US-Dollar angeboten wird.
Leistung und Design: Was hat sich verbessert?
Der Paper Pure punktet mit einigen technischen Upgrades gegenüber dem Remarkable 2:
- Schnellere Prozessoren: Dual-Core statt Single-Core für flüssigere Navigation.
- Mehr Arbeitsspeicher: Verdopplung von 1 GB auf 2 GB RAM.
- Größerer Speicher: 32 GB statt 8 GB für mehr Dokumente und Notizen.
- Drittes Display-Generation: Das neue Canvas-Display (10,3 Zoll, Carta 1300) bietet 20 % mehr Kontrast und eine hellere Darstellung.
In der Praxis zeigt sich: Große PDFs und E-Books öffnen sich etwa eine halbe Sekunde schneller als beim Remarkable 2. Die Unterschiede bei kleineren Dokumenten oder nativen Notizbüchern fallen jedoch geringer aus. Die Auflösung bleibt mit 1.872 x 1.404 Pixeln (226 PPI) unverändert – für scharfe, aber nicht pixelperfekte Darstellung kleiner Texte.
Stift und Akku: Praktische Details
Der mitgelieferte Marker lädt kabellos, wenn er an der Seite des Tablets befestigt wird – ähnlich wie beim iPad Pro. Der Marker Plus ist nicht nur dünner als sein Vorgänger, sondern sitzt auch sicherer. Die Latenz des Stifts entspricht der des Remarkable 2 und ist weniger reaktionsschnell als der Apple Pencil Pro. Dennoch bleibt das Schreiberlebnis auf dem Paper Pure einzigartig.
Das neue Design wirkt robuster und hochwertiger. Im Vergleich zum Remarkable 2 fühlt sich der Paper Pure deutlich stabiler an – ein Pluspunkt für den täglichen Gebrauch.
Fazit: Lohnt sich das Upgrade?
Der Remarkable Paper Pure ist ein überzeugendes Upgrade für alle, die Wert auf ein natürliches Schreiberlebnis legen. Die Verbesserungen bei Display, Leistung und Design sind spürbar, auch wenn sie nicht revolutionär sind. Wer bereits ein Remarkable 2 besitzt, könnte mit dem Upgrade zögern – es sei denn, man legt besonderen Wert auf die neuen Funktionen wie den Marker Plus oder die größere Speicherkapazität.
Für Neulinge im Bereich digitaler Notizblöcke bleibt der Paper Pure eine der besten Optionen auf dem Markt. Mit seinem papierähnlichen Gefühl und der zuverlässigen Technik setzt er Maßstäbe – auch wenn der Preis von 399 US-Dollar (oder 449 US-Dollar im Bundle) nicht ohne ist.
„Der Remarkable Paper Pure fühlt sich an wie das beste aus beiden Welten: die Präzision eines Tablets und die Haptik von echtem Papier.“