Biometrische Verifizierung als Lösung gegen Ticket-Skalping
Sam Altmans Unternehmen Tools for Humanity, ursprünglich als Kryptowährungs-Startup gestartet, setzt nun auf biometrische Identitätsprüfung. Mit den sogenannten World ID Orb-Scans können Nutzer ihre Augen scannen lassen, um sich als echte Menschen zu verifizieren. Diese Technologie soll nun auch im Kampf gegen Ticket-Skalping eingesetzt werden.
Concert Kit: Tickets nur für verifizierte Fans
Das neue Concert Kit ermöglicht Künstlern und Bands, einen Teil ihrer Tickets exklusiv für verifizierte Nutzer mit World ID bereitzustellen. Diese können dann über Plattformen wie Ticketmaster oder Eventbrite erworben werden. Da die Verifizierung nur für echte Menschen gilt, sollen Bots ausgeschlossen werden.
Tiago Sada, Chief Product Officer bei Tools for Humanity, erklärt gegenüber Engadget:
"Es ist wie ein digitaler Reisepass, der bestätigt, dass du ein echter Mensch bist – ohne persönliche Daten preiszugeben."
Künstler können selbst entscheiden, wie streng die Verifizierung sein soll. Alternativ zum Orb-Scan ist auch eine Verifizierung per Selfie möglich.
Erste Tests mit Bruno Mars
Bruno Mars wird die neue Lösung auf seiner anstehenden Welttournee testen. Wie viele Tickets für verifizierte Fans reserviert werden, steht noch nicht fest. Das Concert Kit ist ab sofort für andere Künstler verfügbar.
Weitere Integrationen der World ID
Tools for Humanity stellte die neuen Funktionen auf einer Veranstaltung in San Francisco vor. Neben dem Concert Kit gibt es weitere Integrationen:
- Tinder: Die Dating-App nutzt die World ID bereits in Japan zur Altersverifikation. Weltweit wird sie nun als Signal für echte Profile eingeführt. Verifizierte Nutzer erhalten ein Badge.
- Zoom & DocuSign: Unternehmen können die World ID nutzen, um sicherzustellen, dass nur echte Personen an Videokonferenzen teilnehmen oder Dokumente unterzeichnen.
Zukunft der digitalen Identitätsprüfung
Tools for Humanity arbeitet zudem an einer eigenständigen World-ID-App. Damit soll die biometrische Verifizierung noch zugänglicher werden. Die Technologie könnte künftig in weiteren Bereichen eingesetzt werden, um Betrug und Bots zu bekämpfen.