Senatorin Tammy Baldwin aus Wisconsin hat kürzlich ein Gesetzesvorhaben präsentiert, das sicherstellen soll, dass Bürgerinnen und Bürger eines Bundesstaates kostenlosen Zugang zu allen landesweit übertragenen Spielen ihrer heimischen Teams erhalten. Doch nun sorgt ein bevorstehendes NFL-Spiel für Aufsehen: Das Spiel zwischen den Green Bay Packers und den Los Angeles Rams am Vorabend von Thanksgiving wird exklusiv auf Netflix zu sehen sein.

„Während die Lebenshaltungskosten steigen, verlangt die NFL erneut von den Fans in Wisconsin, für einen weiteren Streamingdienst zu zahlen“, erklärte Baldwin. „Das reicht jetzt. Mein ‚For the Fans Act‘ würde genau diese Situation verhindern und Familien in Wisconsin davor bewahren, für Netflix zu zahlen, nur um die Packers zu sehen.“

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die NFL unter politischem Druck steht. Das US-Justizministerium prüft, ob die Liga ihre bestehende Ausnahmeregelung für Sportübertragungen missbraucht. Zudem fordert Rupert Murdoch, Besitzer des Senders Fox, in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal die Abschaffung dieser Sonderregelung.

In Wisconsin wird das Packers-Rams-Spiel zwar in Green Bay und Milwaukee über Free-TV-Kanäle zu empfangen sein. Für den Rest des Bundesstaates bleibt jedoch nur die Möglichkeit, das Spiel über Netflix zu verfolgen – sofern man ein Abonnement besitzt. Gleiches gilt für alle Packers-Spiele, die auf Prime Video ausgestrahlt werden.

Ob Baldwins Gesetzesvorhaben tatsächlich umgesetzt wird, ist noch ungewiss. Doch die Diskussion über die wachsenden Kosten für den Zugang zu NFL-Spielen wird bleiben – bis eine Lösung gefunden ist.