Massiver Anstieg von Social-Media-Betrug in den USA

Amerikaner verloren 2025 mindestens 2,1 Milliarden Dollar durch Betrugsmaschen, die über Social Media begannen, wie die Federal Trade Commission (FTC) berichtet. Dies entspricht einem achtfachen Anstieg seit 2020.

Investment-Betrug als größte Einnahmequelle der Scammer

Allein 1,1 Milliarden Dollar verloren Amerikaner letztes Jahr durch Investment-Betrug, der über Social Media initiiert wurde. Oft begannen diese Betrugsmaschen mit Posts oder Werbeanzeigen, die lukrative Anlagemöglichkeiten versprachen. Viele Opfer wurden auf unbekannte Websites geleitet, nachdem sie auf Shopping-Anzeigen geklickt hatten. Laut FTC waren über 40 Prozent der gemeldeten Verluste auf solche Werbeanzeigen zurückzuführen.

Romance-Betrug und die Rolle von Meta

Auch Romance-Betrug, der über Social Media beginnt, nimmt zu. Die meisten dieser Betrugsversuche starteten auf Facebook, gefolgt von WhatsApp und Instagram. Gegen den Mutterkonzern Meta, der alle drei Plattformen betreibt, wurde kürzlich eine Klage eingereicht. Der Vorwurf: Meta habe Nutzer über Betrugsanzeigen und illegale Produkte getäuscht. Zudem wurde bekannt, dass Meta Milliarden mit Werbeanzeigen für fragwürdige oder illegale Produkte verdient.

Weitere Internetkriminalität: FBI warnt vor Rekordverlusten

Nicht nur Social-Media-Betrug ist ein Problem. Das FBI meldet, dass Amerikaner 2025 fast 21 Milliarden Dollar durch Internetkriminalität verloren – mehr als die Hälfte davon durch Kryptowährungsbetrug. Auch KI-gestützte Betrugsmaschen verursachten Schäden in Höhe von rund 893 Millionen Dollar. Viele Opfer melden ihre Verluste jedoch nicht bei Behörden, sodass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen dürften.

Tipps der FTC zum Schutz vor Social-Media-Betrug

Die FTC gibt folgende Empfehlungen, um sich vor Betrug zu schützen:

  • Einschränkung der Sichtbarkeit von Posts: Reduzieren Sie die Reichweite Ihrer Social-Media-Aktivitäten, um Betrügern weniger persönliche Informationen preiszugeben.
  • Vorsicht bei Investment-Empfehlungen: Lassen Sie sich nicht von Personen, die Sie nur über Social Media kennen, zu finanziellen Entscheidungen drängen.
  • Recherche vor Käufen: Suchen Sie vor einem Kauf nach dem Namen des Anbieters in Kombination mit Begriffen wie „Betrug“ oder „Beschwerde“.

Fazit: Wachsamkeit ist entscheidend

Die FTC und das FBI warnen eindringlich vor den wachsenden Gefahren durch Social-Media-Betrug. Wer vorsichtig agiert, eigene Recherchen anstellt und misstrauisch gegenüber zu guten Angeboten bleibt, kann sich besser schützen. Im Zweifel gilt: Wenn etwas zu verlockend klingt, ist es wahrscheinlich ein Betrug.

Quelle: Engadget