Die Zukunft von Star Trek wirkt derzeit ungewiss. Obwohl das Franchise in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiert, gibt es kaum Anzeichen für eine Fortsetzung der erfolgreichen Serie. Star Trek: Strange New Worlds hat die Dreharbeiten zur fünften und letzten Staffel abgeschlossen, Star Trek: Starfleet Academy wird nach der zweiten Staffel nicht fortgesetzt. Damit steht das Franchise erstmals seit über einem Jahrzehnt ohne neue Produktionen in der Entwicklung oder Produktion.

Keine neuen Projekte in Sicht

Bisher gibt es keine offiziellen Ankündigungen für neue Serien oder Filme. Selbst Gerüchte über Projekte wie den einst viel diskutierten James-Kirk-Prequel Star Trek: Year One sind verstummt. Die Demontage der Enterprise-Dekorationen aus Strange New Worlds deutet darauf hin, dass vorerst keine weiteren Dreharbeiten geplant sind.

Jonathan Frakes äußert sich kritisch

Jonathan Frakes, bekannt als William Riker aus Star Trek: The Next Generation, blickt mit Sorge auf die aktuelle Situation. In einem Interview mit dem Podcast TrekMovie.com’s All Access: Star Trek bezeichnete er die fehlenden neuen Produktionen als „bedauerlich“:

Es ist sehr bedauerlich, dass zum 60. Geburtstag des Franchises keine neuen Star-Trek-Produktionen in Arbeit sind. Eine solche Ironie ist kaum zu übersehen. Ich bin mir sicher, dass Star Trek wieder auftauchen wird – wie immer. Die Kraft, die Gene Roddenberry in das Franchise gesteckt hat, hat es über sechs Jahrzehnte getragen.“

Frakes, der seit Jahrzehnten mit Star Trek verbunden ist, hat nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur gearbeitet. Er führte Regie bei zwei Kinofilmen und jüngst bei einer Episode von Starfleet Academy. Seine Analyse der aktuellen Probleme des Franchises ist schonungslos:

  • Unzufriedenheit einiger Fans mit den jüngsten Produktionen
  • Wechsel im Management bei Paramount+ und CBS Studios
  • Unentschlossenheit der Verantwortlichen
  • Hohe Produktionskosten für aufwendige Effekte und Inszenierungen

Früher haben wir uns auf Storytelling und Schauspiel konzentriert – heute ist es eine andere Welt“, erklärt Frakes. „Die Produktion ist heute ein teures Spektakel. Damals haben wir mit einfachen Kamerafahrten gearbeitet, heute ist es eine ganz andere, kostspielige Angelegenheit.“

Trotz Kritik bleibt Frakes optimistisch

Trotz seiner kritischen Worte zeigt sich Frakes zuversichtlich, dass Star Trek eine Zukunft hat. Die Resilienz des Franchises und die treue Fangemeinde geben ihm Hoffnung. Ob und wann neue Projekte angekündigt werden, bleibt jedoch offen.