Die Pittsburgh Steelers erlebten am Donnerstagabend einen der peinlichsten und enttäuschendsten Momente der ersten NFL-Draft-Runde – und das ausgerechnet durch ihren Erzrivalen aus demselben Bundesstaat, die Philadelphia Eagles.

General Manager Omar Khan führte bereits ein Telefonat mit dem USC-Wide Receiver Makai Lemon und teilte ihm mit, dass er an Position 21 ausgewählt werde und fortan für die Steelers spielen würde. Doch plötzlich änderte sich alles: Lemon fragte Khan verwirrt: „Warum ruft mich Philadelphia an?“

Dieser Moment, in dem Lemon realisierte, dass die Eagles ihn kurz zuvor gedraftet hatten, ging viral. Die Eagles hatten überraschend ihren Draft-Pick getauscht, um Lemon noch vor Pittsburgh zu verpflichten.

Hier ist der Moment, in dem Makai Lemon dachte, er würde zu den Steelers gedraftet – und dann erfuhr, dass die Eagles ihn bereits ausgewählt hatten.
„Warum ruft mich Philadelphia an?“ – Ross McCorkle (@Ross_McCorkle)

Die Steelers hatten vorschnell gehandelt: Sie kontaktierten Lemon, während die Cowboys am Zug waren, und gingen davon aus, dass Dallas keinen Wide Receiver draften würde. Zudem unterschätzten sie die Möglichkeit, dass die Eagles – als direkter Konkurrent – ebenfalls einen Receiver benötigten und dafür traden könnten.

Das Ergebnis war ein chaotischer Draft für Pittsburgh. Zwar wählten sie später den Offensive Tackle Max Iheanachor, doch dieser galt laut Expertenmeinungen als Überraschungspick und weniger als klare Verstärkung. Im Vergleich dazu wäre Lemon ein deutlich wertvollerer Zug gewesen. Ob Iheanachor die Steelers tatsächlich verbessert, bleibt abzuwarten – aktuell wirkt er eher wie eine Absicherung für Broderick Jones denn als Game-Changer.

Die Eagles profitierten dagegen doppelt: Durch den Trade mit den Cowboys sicherten sie sich sowohl DeVonta Smith als auch Makai Lemon. Damit lösten sie ihr Problem an der Wide-Receiver-Position und vermieden es, AJ Brown opfern zu müssen. Eine klare Aufwertung für ihr Offense-Team.

Die langfristigen Folgen dieser Draft-Entscheidungen sind noch ungewiss. Vielleicht wird Iheanachor zum Star, während Lemon enttäuscht – oder dieser Moment wird zu einer schmerzhaften Erinnerung für die Steelers. Eines ist jedoch sicher: Die Eagles haben sich durch ihren klugen Zug einen entscheidenden Vorteil verschafft.

Quelle: SB Nation