Eine aktuelle Studie von IGN Entertainment unter tausenden engagierten Spielern in den USA, Großbritannien und Australien zeigt: 62 % der Befragten kaufen keine Vollpreis-Spiele mehr. Ob sie stattdessen auf Rabatte warten oder kostenlose Titel bevorzugen, bleibt unklar. Doch die Daten belegen einen deutlichen Wandel in der Branche.

„Wir haben mit Kantar und der UC Berkeley hochqualifizierte Unterhaltungs- und Spielefans befragt“, erklärt Karl Stewart, Senior Vice President von IGNE Global Marketing, gegenüber GamesIndustry.biz. Die Teilnehmer waren keine Gelegenheitsgamer, sondern Spieler, die wöchentlich mehrere Stunden in ihre Leidenschaft investieren. „Es geht um Menschen, die sagen: Ich habe nur begrenzte Zeit – und die verbringe ich mit Gaming.“

Die Ergebnisse passen zu monatlichen Analysen von Circana: Die meistgespielten Spiele sind oft kostenlose Titel wie Fortnite oder Roblox. Vollpreis-Hits wie Call of Duty oder NBA 2K schaffen es nur selten in die Top-Listen.

Generationen im Vergleich: Wer kauft noch Vollpreis?

Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen:

  • Millennials (38 %) und Gen Z (42 %) kaufen häufiger Vollpreis-Spiele.
  • Nur 20 % der Gen X (geboren zwischen 1965 und 1980) tun dies noch.
  • Gen Z bevorzugt Multiplayer-Spiele, während Gen X eher Singleplayer-Titel spielt.
  • Millennials sind gespalten – sie entscheiden sich fast gleichmäßig zwischen Single- und Multiplayer.

Aus eigener Erfahrung ist das verständlich: Das Angebot an Spielen ist riesig, viele Titel sind kostenlos, während Vollpreis-Spiele oft über 70 Euro kosten. Auch wenn ich als Millennial ein hochwertiges AAA-Spiel schätze, kaufe ich längst nicht mehr so viele Titel wie früher.

Wie gehen Sie mit Spielpreisen um?

Kaufen Sie Spiele zum Vollpreis (69,99 €), warten auf Rabatte oder nutzen Sie nur Steam-Angebote? Teilen Sie Ihre Gewohnheiten in den Kommentaren.