Der Bruder von Browns-Quarterback Shedeur Sanders, Shilo Sanders, hat mit frauenfeindlichen Äußerungen gegen die langjährige Reporterin Mary Kay Cabot für Aufsehen gesorgt. Anstatt sich zu entschuldigen, rechtfertigte er sein Verhalten – und vertiefte damit die Kontroverse. Jetzt äußert sich Browns-Coach Todd Monken zu dem Vorfall.
In einem Interview mit dem Radiosender 92.3 The Fan in Cleveland wurde Monken gefragt, ob er das Team über die möglichen Folgen solcher Äußerungen aufklären werde. Seine Antwort fiel überraschend neutral aus:
"Das ist ein Mann, der einen Kommentar in den sozialen Medien abgibt. Das ist jemand, der etwas berichtet, von dem er glaubt, dass es stimmt. Das ist seine Meinung. Gut, das ist nicht meine Meinung, ich habe das nicht gesagt. Unsere täglichen Abläufe mit den Quarterbacks und Spielern sind wichtiger als das, was außerhalb davon gesagt wird."
Monken betonte, dass die Spieler zwar mit sozialen Medien konfrontiert seien, dies aber nicht ihre Leistung oder Teamdynamik beeinträchtigen dürfe. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Bewältigung solcher Kommentare eine Herausforderung darstelle – besonders in einer Zeit, in der öffentliche Kritik omnipräsent sei.
Interessanterweise vermied Monken eine klare Verurteilung von Shilo Sanders‘ Äußerungen. Stattdessen lenkte er den Fokus auf die allgemeine Medienkritik im Profisport:
"Jemand hat mir vor Jahren gesagt: Wenn der Präsident eine Zustimmungsrate von 55 Prozent hat, macht er alles richtig. Ich strebe 60 Prozent an … Das gehört dazu. Das ist Teil der Kritik, die mit diesem Job einhergeht."
Hinter dieser Aussage steckt vermutlich eine indirekte Botschaft an Shedeur Sanders: Öffentliche Meinungen sollten weder den Spieler noch seine Familie belasten. Eine Reaktion darauf sei weder sinnvoll noch zielführend.
Ob Monken damit eine klare Position bezieht oder bewusst Zurückhaltung übt, bleibt offen. Fest steht jedoch: Die Debatte um Shilo Sanders‘ Verhalten wird die Browns weiterhin beschäftigen.