Vor dem Coachella-Festival war Tomora für mich kein Begriff. Eigentlich entdeckte ich die Band nur durch Zufall: Mein Fernseher hatte massive Verzögerungen, und ich öffnete versehentlich den falschen Livestream. Doch dann blieb ich wie angewurzelt stehen. Zwei nordische Frauen, fast schon überirdisch wirkend, schlugen auf riesige Trommeln zu einem treibenden Techno-Rhythmus. Ich notierte mir sofort, mir das Projekt in der folgenden Woche genauer anzuhören – schließlich hatte ich Drain als Priorität (besonders, da die Sonora-Bühne am zweiten Wochenende nicht gestreamt wurde). Erst später erfuhr ich, dass hinter Tomora eine Kollaboration zwischen der norwegischen Sängerin Aurora und Tom Rowlands, einem der beiden Mitglieder der Chemical Brothers, steckt.

Es ist kaum zu glauben, wie perfekt dieser Track funktioniert. 'Come Closer' ist kein gewöhnlicher Dance-Track – es ist ein ekstatischer Liebesbrief an die Musik der 90er. Mit hypnotischen Beats, euphorischen Vocals und einer Energie, die sofort unter die Haut geht, fängt der Song die Essenz der Ära ein, in der Techno und elektronische Musik die Clubs und Festivals dominierten.

Aurora, bekannt für ihre mystische Ausstrahlung und ihre Fähigkeit, emotionale Tiefe in ihre Musik zu legen, trifft hier auf Rowlands‘ meisterhafte Produktion. Das Ergebnis ist ein Track, der gleichermaßen tanzbar wie auch nachdenklich stimmt. Die Kombination aus Auroras markanter Stimme und Rowlands‘ technischem Know-how schafft etwas Einzigartiges – eine Hommage an die goldenen Jahre der elektronischen Musik, die gleichzeitig frisch und modern klingt.

Wer die 90er liebt oder einfach nur einen Track sucht, der sofort gute Laune macht, sollte 'Come Closer' nicht verpassen. Es ist ein Track, der nicht nur die Tanzfläche füllt, sondern auch Erinnerungen an eine Ära weckt, in der Musik noch purer Ausdruck von Freiheit und Ekstase war.

Quelle: The Verge