Die United Football League (UFL) setzt weiterhin auf maximale Transparenz – besonders in Sachen Schiedsrichterentscheidungen. Bei einem Spiel der Columbus Aviators gegen die St. Louis BattleHawks am vergangenen Freitag wurde Feldschiedsrichter Gabriel DeLeon während der Partie von Fox-Moderator Brock Huard interviewt.
In dem kurzen Gespräch ging es um eine umstrittene Nicht-Entscheidung auf Pass-Interference. Huard fragte DeLeon, warum bei einem Wurf auf den Rücken der Defense kein Foul gepfiffen wurde. DeLeons Antwort war eindeutig:
„Wenn der Ball nicht an der richtigen Stelle ist und es keine klare Behinderung gibt, lasse ich es einfach so. Das ist ehrlich gesagt meine Herangehensweise.“
Huard hakte nach: „Wenn der Wurf nicht dort landet, wo er sein sollte – belohnen Sie dann einen schlechten Wurf mit einem Foul?“
„Genau so funktioniert das für mich.“
Ein weiteres Thema war die Schwierigkeit, klare Grenzen bei solchen Entscheidungen zu ziehen. Bevor DeLeon darauf antworten konnte, musste er sich wieder dem Spiel zuwenden – die Partie ging weiter.
Während die NFL Schiedsrichter-Interviews während des Spiels weiterhin strikt ablehnt, könnte sie von der UFL lernen. Wenn Fans live mitverfolgen können, wie Schiedsrichter zu ihren Entscheidungen kommen und warum bestimmte Fouls nicht gepfiffen werden, sinkt das Misstrauen gegenüber Fehlentscheidungen.