WASHINGTON — Bei einem kürzlichen Frühstück übermittelten US-Beamte dem deutschen Botschafter eine klare Botschaft: Deutschland soll mehr für verschreibungspflichtige Medikamente zahlen.
An dem Treffen nahmen der Handelsbeauftragte der USA, Jamieson Greer, der leitende Gesundheitsberater Chris Klomp und der deutsche Botschafter Jens Hanefeld teil. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte, war dies Teil einer breiteren Strategie der Trump-Administration. Ziel ist es, andere Länder dazu zu bewegen, höhere Preise für Medikamente zu akzeptieren, während die USA selbst weniger zahlen.
Die US-Vertreter diskutierten dabei auch den möglichen Einsatz von Zöllen nach Paragraf 301. Dieser Paragraf gibt der Regierung die Befugnis, gegen als „unfair“ eingestufte Handelspraktiken vorzugehen. Die Drohung mit neuen Zöllen könnte ein Mittel sein, um Länder zu höheren Arzneimittelausgaben zu bewegen. Der Botschafter sagte zu, die Angelegenheit mit deutschen Behörden zu prüfen, doch eine Einigung wurde nicht erzielt, wie die Quelle weiter mitteilte.
Die Forderungen der USA werfen Fragen nach den globalen Auswirkungen auf die Arzneimittelpreise und die internationale Handelspolitik auf.